Holzweg mit Kunstinstallationen wird eröffnet

Holzweg mit Kunstinstallationen wird eröffnet

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: stg

Im Waldgebiet von Balsthal und Holderbank ist nach langer Planungszeit der Holzweg Thal aufgebaut worden. An Rundwegen wurden 21 Holzinstallationen von Sammy Deichmann aufgestellt. Nicht nur Forstarbeiter und Holzhandwerker, sondern auch Zivilschützer, Serviceclubs und Jugendliche packten an.

Quelle: 
stg
Grosse Holzkugeln von Sammy Deichmann auf dem alten Plattenweg

Nach jahrelanger Planung wird der neue Holzweg im Naturpark Thal am Wochenende vom 26. und 27. September mit einem grossen Fest eröffnet. Entlang von Wanderwegen sind 21 Holzinstallationen von Sammy Deichmann zu sehen. «Die Region Thal ist ein sehr waldreiches Gebiet und verfügt über ein funktionierendes Holzgewerbe – da bietet sich ein Holzweg geradezu an», erklärt Michael Bur, Geschäftsleiter des Holzwegs Thal. So wurden denn auch alle Objekte vom regionalen Holzhandwerk angefertigt. «Die dabei verwendeten Techniken weisen auf die Holzverarbeitung und das handwerkliche Können der Zimmerleute und Schreiner hin», sagt Bur. Der Erlebnisweg zeigt den Weg des Holzes, wie er im Naturpark Thal alltäglich ist – vom Baum bis zum fertigen Produkt.
Der Holzweg ist fest verankert in der Region. «Die Thalerinnen und Thaler stehen hinter ihrem Erlebnisweg, der schliesslich ein Holzweg für die ganze Region wird», so Michael Bur. «Die Holzhandwerker setzten all ihr Wissen und Können für diese Installationen ein.» Holzhandwerk Thal, Verein Region Thal, Bürgergemeinden und Waldeigentümerverband Thal, Forst Thal, Bürgergemeinde Balsthal, Einwohnergemeinde Balsthal und die Gemeinde Holderbank bilden die Trägerschaft und unterstützen das Projekt finanziell oder durch Arbeitsleistungen. Auch Zivilschützer, Service-Clubs und Freiwillige sowie Schülerinnen und Schüler packten in den vergangenen Wochen an. Sieben Schulklassen der Kreisschule Thal standen in ihren Projektwochen draussen im Einsatz. Viele Schüler waren an mehreren Standorten im Naturpark Thal unterwegs und haben geschnitten, gejätet, geputzt, gebeigt, gebaut und gewischt. Mehrere neunte Klassen bauten tatkräftig an dem neuen Erlebnisweg mit. Mit Engagement griffen sie zu Schaufel, Pickel, Schlegel und Rechen, bauten Treppentritte, verschönerten Feuerstellen, räumten Plätze auf und setzten rote Pflöcke als Wegweiser.

Betriebsdauer auf zehn Jahre beschränkt
Die planerischen Vorbereitungen und die Bewilligungsverfahren für den Holzweg erwiesen sich als sehr aufwendig. Der Erlebnisweg führt nicht nur über zwei Gemeindegebiete. Die Gegend zwischen St. Wolfgang, Schlossruine Neu-Falkenstein, Augstbach und Römerstrasse besteht hauptsächlich aus Wald, liegt also ausserhalb der Bauzone und zudem in der Juraschutzzone. Der Holzweg Thal darf deshalb nur zehn Jahre bestehen bleiben.
Alle Sinne sollen angesprochen werden auf dem Holzweg mit seinen Installationen. Man kann Holz in verschiedenen Formen – natürlich oder bearbeitet – sehen, hören, fühlen und riechen.Der Holzweg solle dem Bedürfnis nach einzigartigen und authentischen Erlebnissen in intakter Natur entsprechen, heisst es im Konzept. Laut Bauleiter Peter Jakob wurden 115 Kubikmeter Holz verbaut, hauptsächlich von Douglasien, aber auch von Eichen, Fichten, Tannen und Robinien. (stg)

Den vollständigen Artikel lesen Sie im Baublatt Nr. 38 vom 18. September