Holzbau profitiert vom Aktionsplan Holz

Holzbau profitiert vom Aktionsplan Holz

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Teaserbild-Quelle: Kecko / flickr.com
Über 100 Projekte für die Nutzung von Holz hat der Bund im Zusammenhang mit dem Aktionsplan Holz in den letzten drei Jahren unterstützt. Davon profitierte während dieser Zeit vor allem der Holzbau. Der Plan soll bis 2016 weiter geführt werden.

 

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Nachwachsender Rohstoff für die Bau- und die Energiebranche: Holz. (Im Bild: Tannen auf dem Sattel9

 

Der Plan deckt die gesamte Bandbreite der Holznutzung ab, von Holz  als Baumaterial bis hin  zu Holz als Energiequelle. Die Mehrheit der lancierten Projekte betrifft allerdings den Holzbau. So hat der Bund neue Brandschutzvorschriften unterstützt, deretwegen nun seit 2005 bis zu fünfgeschossige Holzbauten möglich sind. Dies hat wiederum laut Bundesamt für Umwelt (Bafu) ein neues Marktsegment eröffnet: Der Marktanteil des Holzbaus in mehrgeschossigen Gebäuden habe von 2005 bis 2011 von 3,6 auf 5,9 Prozent zugenommen, teilt es mit. Zudem hat das Holz laut Bafu in städtischen Gebieten neue Märkte erobert, sei es bei Neubauten, Bauerneuerungen, Aufstockungen oder Sanierungen. Diese Entwicklung sei insbesondere im Zusammenhang mit knapper werdenden Baulandreserven im urbanen Raum und der daraus folgenden Verdichtung bedeutend.

Der Aktionsplan besteht aus sieben Schwerpunkten: Die Erarbeitung von Datengrundlagen, Sensibilisierung von Waldbesitzern zur vermehrten Holznutzung und Bauwirtschaft zur Verwendung von Holz als Baumaterial, Information der Bevölkerung, Verwertung von Laubholz, technische Grundlagen für mehrgeschossige Bauten sowie Rahmenbedingungen und Abstimmung mit Partnern. Insgesamt sind 13 Millionen Franken in die Projekte der sieben Schwerpunkte geflossen. Rund die Hälfte kam der Weiterentwicklung von Holzbausystemen zugute. Rund 1,5 Millionen wurden in die Erarbeitung von Datengrundlagen investiert, etwa zum Holznutzungspotenzial des Schweizer Waldes. Ungefähr gleich viele Mittel eingesetzt für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit eingesetzt sowie für die Laubholzverwertung. Rund 3 Millionen sind für übergeordnete Aufgaben ausgegeben worden, unter anderem für das Management des Programms und für die Kommunikation.

Aktionsplan Holz wird bis 2016 weitergeführt

Weil der Aktionsplan laut Bafu so erfolgreich war, beschloss man letzten Sommer ihn bis 2016 weiterzuführen. Mit den Schlüsselthemen „Nutzung natürlicher Ressourcen“, „Erneuerbare Energien“ und „Klimawandel“ leiste er einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes. In dieser zweiten Phase der Umsetzung bleiben sechs der bisherigen Schwerpunkte bestehen, zudem werden sie inhaltlich leicht angepasst um die Resultate zu vertiefen und bekannter zu machen. Die Innovationskraft der Branche soll gestärkt werden. Nach wie vor werde es wesentlich sein, die Endverbraucher für Bauten und Bauteile aus Holz  aber auch für Holz als Energiequelle zu sensibilisieren. (mai/mgt)