Holcim vor der Fusion: Weniger umgesetzt, mehr verdient

Holcim vor der Fusion: Weniger umgesetzt, mehr verdient

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Im ersten Halbjahr vor der Fusion mit Lafarge hat Holcim zwar weniger umgesetzt, aber unter dem Strich mehr verdient. Der Umsatz ist um 3,1 Prozent auf 8,646 Milliarden Franken gesunken.

Derweil ist der Reingewinn um 4,9% auf 690 Mio. Fr. angestiegen. Dies teilte der  Schweizer Zementkonzern mit. Der Anstieg ist dem Verkauf einer Beteiligung zu verdanken. Denn operativ stand der Zementkonzern im Gegenwind:  Die Zementvolumen seien in allen Regionen mit Ausnahme von Nordamerika und Lateinamerika rückläufig gewesen. In einigen Märkten sei die Nachfrage geringer gewesen als erwartet.

Zwar nahm der Absatz von Zuschlagsstoffen zu, dies aber überwiegend wegen einer Übernahme in Westdeutschland und wegen des soliden Wachstums in Grossbritannien sowie den USA. Die Transportbetonvolumen stiegen nur leicht an.

Weniger Betriebsgewinn

Der betriebliche Ebitda (Gewinn vor Abschreibungen und Amortisationen) schrumpfte um 7,8%t auf 1,471 Mrd. Fr. Dabei schlugen die Kosten für die Fusion mit Lafarge mit 86 Mio. Fr. zu Buche. Ohne diese Kosten wäre der betriebliche Ebitda lediglich um 3,7% gesunken. Das Ergebnis sei durch schlechtere Resultate in Europa, Asien und Ozeanien belastet worden, heisst es in der Medienmitteilung von Holcim. Damit hat Holcim die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analytiker hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 8,678 Mrd. Fr., einem betrieblichen Ebitda von 1,593 Mrd. Fr. und einem Reingewinn von 805 Mio. Fr. gerechnet.

Für das Gesamtjahr erwartet der Zementriese, dass sich die leichte Erholung der Weltwirtschaft fortsetze. Die Zementvolumen sollen in allen Konzernregionen mit Ausnahme von Europa und Afrika sowie dem Nahen Osten steigen.

Prognosen gesenkt

Die Prognosen korrigierte Holcim aber nach unten: Ohne Lafarge fiele der Betriebsgewinn um 10% schlechter aus als die ursprüngliche angestrebte Bandbreite von 2,7 Mrd. bis 2,9 Mrd. Fr.. Dabei sind Fusionskosten nicht eingerechnet. Jedoch sind die Aussichten für Holcim alleine nach dem erfolgreichen Abschluss der Fusion mit Lafarge nicht mehr relevant. Die Ergebnisse des fusionierten Konzerns LafargeHolcim würden von Verkäufen von Unternehmensteilen sowie Anlaufkosten für die Synergien beeinflusst, teilt Holcim weiter mit. (mai/sda)