Holcim: Dank weltweiter Präsenz mehr Wachstum

Holcim: Dank weltweiter Präsenz mehr Wachstum

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Als einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen mit Aktivitäten in rund 70 Ländern auf allen Kontinenten, kann Holcim die schwierige Marktsituation in Europa besser wegstecken. Dies zeigt der 3. Quartalsbericht für 2012.
 
Wie andere gut diversifizierte Schweizer Konzerne kann Holcim die schwierige Situation in den europäischen Krisenländern durch gute Resultate in anderen wichtigen Märkten ausgleichen. Die Konzern-Gesellschaften in Indien, Indonesien, Russland, Thailand, Mexiko, in den USA und auf den Phillippinen erzielten in den ersten neun Monaten höhere Zementabsätze. Konsolidiert setzte der Zementriese im Vorjahresvergleich mehr Zement und annähernd gleich viel Transportbeton ab - und das oftmals zu besseren Preisen. Die Zuschlagstoff- und Asphaltlieferungen entwickelten sich dagegen schwächer.

Absatz-, Ertrags- und Effizienz-Steigerungen

Dem um 3 Prozent auf 111,4 Millionen Tonnen gestiegenen Zementabsatz stehen Rückgänge bei den Zuschlagstoff-Lieferungen um 7,7 Prozent auf 120,3 Millionen Tonnen und beim Transportbeton-Volumen um 1,7 Prozent auf 35,5 Millionen Kubikmeter gegenüber. Und die Asphaltverkäufe reduzierten sich um 14 Prozent auf 6,6 Millionen Tonnen. Trotz der schwierigen Situation in Europa stieg der konsolidierte Netto-Verkaufsertrag um 4,8 Prozent auf 16,2 Milliarden Franken und der betriebliche EBITDA um 5,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken. Eine überproportionale Zunahme verzeichnete auch der Betriebsgewinn um 7,1 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken. Der Konzerngewinn stieg um 10,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken, wovon der Anteil der Aktionäre Holcim Ltd 783 Millionen Franken beträgt.
 
In diesen Resultaten spiegelt sich der gute Geschäftsgang in einer Reihe von Wachstumsmärkten, sowie die endlich wieder stärkere Baustoffnachfrage in Nordamerika. Beigetragen haben sicher auch Effizienz-Steigerungen auf Grund erster Erfolge im Rahmen der Holcim Leadership Journey. Diese sieht auf Konzernebene organisatorische Anpassungen vor. Unter anderem wird die Managementstruktur für Europa verschlankt. Für 2012 insgesamt wird ein steigender Baustoffumsatz in Asien, Lateinamerika, Russland, Aserbaidschan, aber auch in Nordamerika erwartet. In Europa ist mit einem Absatzrückgang in allen Segmenten zu rechnen. Dem Kostenmanagement wird weiterhin grösste Aufmerksamkeit geschenkt, wobei Investitionen zurückhaltend vorgenommen werden sollen. (mai/mgt)