Hohes Wachstum flacht ab

Hohes Wachstum flacht ab

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Die neueste Berechnung des KOF-«baublatt»-Indikators deutet auf eine stabile Tätigkeit in der Baubranche auf hohem Niveau hin. Bis Mitte des Jahres werden sowohl die Wohnbau- als auch die gesamten Bauinvestitionen zulegen. Im 3. Quartal 2011 werden sie gemäss den Indikatoren leicht nachgeben. Die Stagnation der Wohnbauinvestitionen im 3. Quartal 2011 gegenüber dem Vorquartal ist mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von immerhin 11 Prozent verbunden und somit kein Anlass zur ­Beunruhigung.

Die gesamten Bauinvestitionen zeigen einen ähnlichen Verlauf, das ­Niveau im 3. Quartal liegt sogar 14 Prozent über dem Vorjahres­niveau. Damit trägt der Wohnbau mit knapp 7 Milliarden Franken weiterhin etwas über die Hälfte zu den ­gesamten Bauinvestitionen bei.

Die beiden KOF-«baublatt»-Indikatoren beziehen sich auf die nominellen Bauinvestitionen. Somit muss die Preisentwicklung mitberücksichtigt werden, um das damit verbundene Bauvolumen abschätzen zu können. In der Grafik «Baupreise» ist daher die vom BFS halbjährlich erhobene Preisentwicklung für Hochbauinvestitionen im Vergleich zum Vorjahr sowie der von der KOF im Rahmen ihrer regelmässigen Umfrage in der Bauwirtschaft erhobene Saldo der Preiserwartungen für das laufende Quartal im Hochbau abgetragen. Mit Hilfe dieser Zusatzinformationen lässt sich das zu erwartende Bauinvestitionsvolumen für den Wohnbau beziehungsweise für die gesamten Hochbauinvestitionen ableiten.

Baupreise sollen steigen

Aus den vorliegenden Zahlen des Bundesamts für Statistik geht für die zweite Jahreshälfte 2010 ein leichter Anstieg der Baupreise von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr hervor. Die jüngsten KOF-Umfrageergebnisse zeigen aber, dass eine Mehrheit der Schweizer Firmen ­weiterhin sinkende Preise erwartet. Der angezeigte Verlauf der nomi­nellen Investitionen dürfte somit auch die reale Entwicklung widerspiegeln.     (KOF)