Hohes Bauvolumen bis 2015

Hohes Bauvolumen bis 2015

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Der Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) verzeichnete im Januar den zehnten Anstieg in Folge und sieht die Schweizer Wirtschaft mit Rückenwind. Die Schweizer Industrie ist gut ins Jahr gestartet, der Indexwert deutet auf ein Wachstum über dem langjährigen Trend. Dies geht aus der aktuellen Metaanalyse von Fahrländer Partner hervor.

Die neueste Metaanalyse Konjunktur für diesen Januar von Fahrländer Partner stützt ihre Erkenntnisse auf alle wichtigen Indikatoren und Prognose-Institute. Sie signalisieren für 2014 einen weiterhin dynamischen Konjunkturverlauf. Der positive Trend wird von allen massgeblichen Instituten bestätigt. So stieg der Seco-Konsumentenstimmungsindex auf +2 Punkte gegenüber dem Oktober mit -9 Punkten und der UBS-Konsumindikator bestätigt für Dezember 2013 einen Anstieg von +1,4 auf +1,81 Indexpunkte. Der PMI-Index von procure.ch/Credit Suisse liegt im Januar dieses Jahres gegenüber dem Vormonat mit 56,1 Zählern um +1,1 Punkte höher.

Positiver Ausblick für alle Bausparten

Der Bauindex Schweiz verzeichnet trotz einer Stagnation im vierten Quartal 2013 über das ganze 2013 einen soliden Anstieg um +5,8%. Obwohl die Projektierung in allen Bereichen hoch ist, lassen sich aus Kapazitätsgründen jedoch nicht alle Projekte sofort bewältigen. Die durch einen gewissen Stau entstehenden Auftragspolster dürften dem Bauhauptgewerbe auch noch im 2015 ein hohes Bauvolumen sichern. Als Treiber dürfte sich wohl weiterhin die hohe Zuwanderung auswirken. Allfällige Einschränkungen auf Grund der Annahme der Zuwanderungsinitiative dürften erst später Auswirkungen auf die Nachfrage zeitigen.

Preisanstiege bei Wohnimmobilien

Wie aus der Metaanalyse Immobilien von Fahrländer Partner weiter hervorgeht, haben die Preise für Wohneigentum wieder angezogen. Gemäss den Transaktionspreisindizes FPRE vom dritten auf das vierte Quartal 2013 bei Eigentumswohnungen um +3%, bei Einfamilienhäusern um +2,1%, wobei hier das gehobene Segment einen leichten Preisrückgang auswies. Etwas anders spiegelt der SWX IAZI Preisindex für Immobilien die Preisentwicklung vom 3. auf das 4. Quartal 2013: für Eigentumswohnungen um +0,4% (Vorquartal +0,9%), bei Einfamilienhäusern um +0,9% (Vorquartal +0,6%), ebenso bei Mehrfamilienhäusern um +1,1% (Vorquartal +0,8%).

Die Erwartungen für die Preisentwicklung bei Wohnimmobilien sind etwas gedämpft. Aus den Preiserwartungsindizes HEV-FPRE geht hervor, dass die im 4. Quartal 2013 befragten 708 Immobilienmarkt-Experten für 2014 mit einer Abflachung bei den Preisen für Wohneigentum und und bei den Wohnungsmieten rechnen. Bei den Mehrfamilienhaus-Transaktionen werden landesweit immer noch Preissteigerungen erwartet.

Büroflächen-Markt leidet unter Überangebot

Dagegen gehen die befragten Experten beim Büromarkt von sinkenden Büromieten und Marktwerten aus. Das robuste Beschäftigungs-Wachstum in den Büromarkt-Branchen von +2,1% im Vorjahresvergleich vermag das Überangebot an Büroflächen nicht zu kompensieren. Das gegenwärtig tiefe Zinsniveau hat immerhin einen positiven Effekt auf die Tragbarkeit magerer Renditen bei den Geschäftsliegenschaften. (mai)