Höherer Projektierungskredit genehmigt

Höherer Projektierungskredit genehmigt

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Teaserbild-Quelle: David Chipperfield Architects
Der Projektierungskredit für die geplante Erweiterung des Kunsthauses Zürich wird um 11,5 Millionen Franken auf 18 Millionen erhöht. Der Zürcher Gemeinderat hat einer entsprechenden Weisung des Stadtrates zugestimmt.
David Chipperfield Architects
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David Chipperfield Architects
So soll der Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses aussehen.
 
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Mit dem Projektierungskredit werden unter anderem detaillierte Kostenvoranschläge und Baubewilligungsunterlagen erstellt. Zudem wird ein Gestaltungsplanverfahren durchgeführt. Entsprechend der aktuellen Kostenschätzung muss mit Gesamtaufwendungen von rund 180 Millionen Franken gerechnet werden (basierend auf Kostenindex April 2009). Die Stadt Zürich und die Zürcher Kunstgesellschaft w je 75 Millionen beitragen, wobei die Stadt die Projektierungskosten im Sinne einer Vorleistung übernimmt. Vom Kanton sollen 30 Millionen Franken kommen. Die Weisung passierte den Rat mit einem ganz klaren Ja-Stimmenanteil. Der Schlussabstimmung enthielten sich die AL und die Grünen mit total 17 Stimmen. Die Grünen hatten einen Rückweisungsantrag gestellt, der jedoch nur von AL und SD unterstützt wurde. Die Grünen äusserten vor allem Bedenken zur Finanzierung und wollten nur die Mittel bewilligen, die für die Erarbeitung des Gestaltungsplans unabdingbar seien. Es könne nicht sein, dass die Stadt alle Risiken trage, hiess es.

Kunsthaus soll national und international ausstrahlen

Stadtpräsidentin Corine Mauch betonte, dass der Erweiterungsbau des britischen Architekten David Chipperfield für einen zukunftsgerichteten Museumsbetrieb nötig sei. Nur so könne das Kunsthaus ein interessanter Partner sein, der regional, national und international ausstrahle. Nun sei der richtiger Zeitpunkt, um das Erweiterungs-Projekt einen weiteren Schritt vorwärts zu bringen, so Mauch weiter. Die Mehrheit des Rats schloss sich dieser Meinung an.
 
Eröffnet werden soll der Erweiterungsbau 2015. Er soll die Platzprobleme des heutigen, im Jahr 1910 gebauten Kunsthauses lösen. Derzeit können weniger als zehn Prozent der Sammlung gezeigt werden. Neben mehr Exponaten aus der Kunsthaussammlung soll auch die Sammlung E.G. Bührle in den Neubau einziehen. - Nächste politische Schritte sind die Ausarbeitung eines Gestaltungsplans zur Genehmigung durch das Parlament und voraussichtlich 2011/2012 ein Objektkredit, über den die Stimmberechtigten der Stadt Zürich abstimmen werden. (sda)