Hochwasserschutz Reuss: Emmen fürchtet die Kosten

Hochwasserschutz Reuss: Emmen fürchtet die Kosten

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Die Gemeinde Emmen hat gegen das Hochwasserschutzprojekt an der Reuss Einsprache erhoben. Bekämpft werden sollen damit in erster Linie die drohenden Kosten, die durch den Bau und den Unterhalt des Projekts auf die Gemeinde zufallen könnten.

Der Gemeinderat begrüsse grundsätzlich das Vorhaben, teilte die Gemeinde am Dienstag mit. Er habe vor allem wegen der unklaren Finanzierung Einsprache erhoben.

Das Hochwasserschutzprojekt Reuss erstreckt sich über eine Länge von 13 Kilometern von der Einmündung der Kleinen Emme in Emmenbrücke bis zu den Kantonsgrenzen zu Zug und Aargau in Honau LU.

Das Bau- und Auflagenprojekt rechnet mit Kosten von 167 Millionen Franken. Bis zu 80 Prozent soll, so hofft Luzern, vom Bund übernommen werden. Gemäss dem aktuell vorgeschlagenen Kostenteiler müssten die Anrainergemeinden zusammen 12,3 Prozent der Kosten übernehmen. Dies sei nicht tragbar, schreibt der Gemeinderat Emmen. Er erachtet einen Beitrag der Gemeinden von 5 Prozent als Höchstwert.

Auch der Gemeindeverband LuzernPlus hat sich für dieses Kostendach ausgesprochen. Der Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur entlang der grössten Fliessgewässer des Kantons sei eine wesentliche Aufgabe der kantonalen und nationalen Behörde, teilte er letzte Woche mit.

Weiter fordert der Emmer Gemeinderat, dass der Unterhalt des Gewässerraumes durch den Kanton sichergestellt werde. Der Unterhalt der neu geschaffenen Infrastrukturen werde kostenintensiver sein als der Unterhalt der heutigen Anlagen.

Total hat der Gemeinderat 27 Änderungsanträge eingereicht. Diese betreffen etwa die Rodungen, die Verkehrsknoten oder die Freiräume.

Neben den Gemeinden kritisieren auch die Umweltverbände und die Landwirte das Hochwasserschutzprojekt. Dessen öffentliche Auflage ist am 24. März abgeschlossen worden. (sda)