Hochwasser: MeteoSchweiz rechnet mit neuen Geschäftsfeldern

Hochwasser: MeteoSchweiz rechnet mit neuen Geschäftsfeldern

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Die Arbeit des nationalen Wetterdienstes MeteoSchweiz ist von grosser Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft. Das zeigt sich angesichts der starken Niederschläge und des Hochwassers der vergangenen Tage.

Der Juli gehöre vor allem in der westlichen Schweiz zu den nassesten seit Beginn der Niederschlagsmessungen, sagt Silvana Baselgia, Leiterin Business Development beim nationalen Wetterdienst, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Demm während sich Glaceverkäufer oder Betreiber von Freibädern über das nasskalte Wetter und ausbleibenden Sonnenschein ärgern, können manche Wirtschaftszweige ohne gute Wetterprognosen gar nicht richtig arbeiten. Besonders in der Energiebranche eröffnen sich mit der Energiestrategie 2050 Baselgia zufolge ganz neue Geschäftsfelder. Der Photovoltaik-Anteil in der Schweiz sei zwar noch sehr klein, sagte sie. Aber langsam würden die Energieunternehmen anklopfen, weil sie bessere Kurzfristprognosen für Sonne und Wind brauchten.

Die anstehende Datenliberalisierung, für die der Bundesrat im Mai die Vernehmlassung der erforderlichen Teilrevision des entsprechenden Bundesgesetzes eröffnet hat, ist in den Augen der MeteoSchweiz sinnvoll. "Wir hoffen, dass sie wirtschaftlich tatsächlich einen grossen Nutzen bringt", so Baselgia. Denn stehen die Wetterdaten künftig gebührenfrei, könnte sich der Austausch der Forscher mit der Privatwirtschaft vertiefen. Wie Baselgia erklärt, wurde in viele anderen Länder bereits mit der Datenliberalisierung begonnen: Dadurch hätten sich viele neue Möglichkeiten eröffnet. (sda/mai)