Hoch hinaus im 2000-Watt-Standard

Hoch hinaus im 2000-Watt-Standard

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Die Zürcher Siedlung „Sihlweid“ wird saniert. Dabei entstehen die ersten Hochhäuser der Schweiz, die den Kriterien der 2000-Watt-Gesellschaft entsprechen. Dies teilte die Baugenossenschaft Zurlinden mit.
 
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Die 70er-Jahre-Wohntürmen werden fit für die 2000-Watt-Gesellschaft gemacht.
 
Noch haben die beiden Gebäude eine eher schlechte Energiebilanz. Denn die beiden Hochhäuser der Überbauung Sihlweid in Zürich-Leimbach stammen aus den 70er Jahren und bedürfen einer dringenden Sanierung: Unter anderem sollen die Wohnungen bezüglich ihrer Grundrisse und sanitären Anlagen modernisiert werden. Ein durchdachtes Sanierungskonzept soll die Gebäude auf den neuesten Stand bringen, damit sie künftig den Anfroderungen der „2’000-Wattgesellschaft“ entsprechen. Laut Medienmitteilung ist dies ein Novum in der Schweiz. Die Umbauarbeiten starten kommenden Mai und dauern etwa anderthalb Jahre. Die Hochhäuser sollen in „moderne Vorzeigeobjekte der 2000-Watt-Gesellschaft“ umgebaut werden. Für die Architektur zeichnet das Büro Harder Haas Partner AG aus Eglisau verantwortlich.
 
 
Markantester Eingriff bei der Sanierung ist der Einsatz von Photovoltaik- Elementen. Die gesamte Fassade der beiden Hochhäuser wird mit Platten versehen, die die Sonne als Energiequelle nutzen. Dieses Prinzip werde erstmals an einem Wohnhaus in der Schweiz umgesetzt, schreibt die Genossenschaft Zurlinden in ihrer Medienmitteilung. Für die Reduktion des Energieverbrauchs sorgen auch neue Fenster und eine insgesamt verbesserte Isolation. Die Balkone werden in geschlossenen Wohnraum umgewandelt und die aussenliegenden Treppenhäuser geschlossen.
 
 
Dadurch werde das gesamte Hochhaus „um ein Vielfaches kompakter“, heisst es in der Mitteilung. Diese Bauweise bringe den Vorteil mit sich, dass der Wärmeverlust markant reduziert und die Energiebilanz weiter optimiert werde. (mai/sda)