Hilti im 2013 moderat gewachsen

Hilti im 2013 moderat gewachsen

Gefäss: 
Der Liechtensteiner Baugerätekonzern Hilti ist im 2013 moderat gewachsen und hat damit seine eigenen Erwartungen erfüllt: Der Umsatz ist  um 3,2 Prozent auf 4,34  Milliarden Franken gestiegen.

Vergangenen Frühling hatte der Ende 2013 altershalber zurückgetretene Konzernchef Bo Risberg im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA ein Wachstum von 3% prognostiziert. In Lokalwährungen hätte Hilti den Umsatz allerdings um 4,5% gesteigert – dies war der aktuellen Medienmitteilung des Konzerns zu entnehmen.

Verkäufe schrumpften insgesamt in Europa

In Europa lief es nicht überall rund: Während das Unternehmen in Zentral- und Nordeuropa weiter zulegte, blieb die Lage im krisengeschüttelten Südeuropa weiter schwierig.

Insgesamt schrumpften die Verkäufe in der alten Welt um 1,1%. Nur weil sich der Euro gegenüber dem Franken aufwertete, konnte Hilti den Umsatz im grössten Absatzgebiet um 1,2% auf 2,178 Mrd. Fr. erhöhen. Andernorts machten dem Konzern die Währungsabschwächungen zu schaffen, die durch die ultralockere Geldpolitik grosser Notenbanken, namentlich der Fed, verursacht werden. So legte Hilti in Nordamerika um 2,8% zu. Weil sich aber der Dollar abschwächte, resultierte lediglich ein leichtes Umsatzplus von 0,9% auf 867 Mio. Fr.

Schwierige Schwellenländer

Noch herber waren die Einbussen in den Schwellenländern: In Lateinamerika und Asien blieb von den Wachstumsraten von über 17% in Lokalwährungen nicht einmal die Hälfte übrig. Der Umsatz Asien/Pazifik stieg nur um 7,6% auf 603 Mio. Fr., während er in Lateinamerika um 7,7% auf 168 Mio. Fr. kletterte.

In Osteuropa, im Mittleren Osten und in Afrika konnte Hilti den Umsatz um 9,9% auf 524 Mio. Fr. erhöhen. In Lokalwährungen wären die Verkäufe um 14,3% gestiegen.

Hilit ist zufrieden

„Angesichts der nach wie vor schwierigen Situation in Europa sind wir mit dem moderatem Wachstum zufrieden“, schreibt der neue Hilti-Chef Christoph Loos, der am 1. Januar die Nachfolge Risbergs antrat. Hilti hatte nach dem Einbruch in der Finanz- und Wirtschaftskrise den Fokus auf eine Steigerung der Gewinne gelegt. „Wir (. . .) konnten das Jahr (2013) gut nutzen, um vor allem die Profitabilität erneut zu verbessern“, teilte Loos weiter mit. Vor einem Monat hatte der neue Hilti-Chef im Gespräch mit Journalisten sein Ziel einer Umsatzrendite von 9% bis 10% bekräftigt. Damit würde Hilti einen Betriebsgewinn von 390 Mio. bis 434 Mio. Fr. erzielen.

Das wäre deutlich mehr, als Bo Risberg im Frühling vorhergesagt hatte. Damals sprach der Schwede im Gespräch mit der SDA von einem Betriebsgewinn von mindestens 350 Mio. bis 370 Mio. Fr. Die Gewinnzahlen will Hilti am 14. März bekanntgeben. (mai/sda)