Hier geht es den Bankgeheimnissen an den Kragen

Hier geht es den Bankgeheimnissen an den Kragen

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Teaserbild-Quelle: Manuela Talenta
Hier geht es den Bankgeheimnissen an den Kragen

Eine Internetseite lädt alle dazu ein, die Sitzbänke der Schweiz auf einer Online-Landkarte einzutragen. Im Rahmen eines Wettbewerbs zum Kulturerbejahr 2018 sollen möglichst viele Kantone tausend Bänkli dokumentieren.

Bänkli am Sempachersee
Quelle: 
Manuela Talenta

Bänkli am Sempachersee

Sie laden zum Rasten, Ruhen, Reden, Schlafen, Schauen und Geniessen ein: Sitzbänke. Doch öffentliche Sitzgelegenheiten sind nicht in Landkarten erfasst. Man findet sie meist nur durch Zufall. Der Verein Bankkultur lüftet diese Bankgeheimnisse: Er betreibt die Internetseite bankgeheimnisse.ch, wo man eine Bänkli-Landkarte findet und auch selbst Sitzbänke eintragen kann.

Hier lässt sich nicht nur der Standort erfassen, sondern es können auch Bilder und Informationen zur Erreichbarkeit, den Aussichten oder weiteren Infrastrukturen hochgeladen werden. Auch persönliche Geschichten können hinzugefügt werden.

Bänkli seien Teil der Schweizer Tradition und ein Kulturgut, doch sie seien aus der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit fast verschwunden, schreibt der Verein Bankkultur. Die digitale Landkarte zeigt idyllische Ziele für Spaziergänge und Wanderungen in der ganzen Schweiz. Je nach persönlichen Vorlieben können über einen Filter entsprechende Bänke ausgewählt werden, zum Beispiel mit Kinderwagen zugängliche Sitzgelegenheiten mit Rundumsicht.

Kanton Aargau führt Rangliste an

Auf der liebevoll gestalteten Website findet sich auch eine Rangliste, die zeigt, wie viele Sitzbänke in den einzelnen Kantonen erfasst sind. Denn der Verein Bankkultur hat zum Kulturerbejahr 2018 einen Wettbewerb gestartet: Möglichst viele Kantone sollen bis zum Jahresende tausend Sitzbänke dokumentieren. Dabei sind verschiedene Preise zu gewinnen.

Zurzeit führt der Kanton Aargau mit mehr als tausend erfassten Bänkli die Rangliste an, gefolgt von Bern und Zürich. Auf den letzten Plätzen liegen Nidwalden, Basel-Stadt und Appenzell Innerhoden. (mgt/stg)