Hiag verdient leicht weniger trotz mehr Liegenschaftsertrag

Hiag verdient leicht weniger trotz mehr Liegenschaftsertrag

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Die Liegenschaften der Basler Immobilienfirma Hiag haben in der ersten Jahreshälfte mehr Ertrag abgeworfen. Weil die Immobilienanlagen zugleich weniger stark an Wert gewannen als im Vorjahr, konnte der Gewinnzuwachs mit diesem Plus aber nicht Schritt halten.

Unter dem Strich verdiente Hiag 24,2 Millionen Franken, nach 24,6 Millionen Franken im ersten Semester 2014, wie die seit vergangenem Jahr an der Börse kotierte Immobilienfirma mitteilte. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA sank um eine halbe Million auf 30,4 Millionen. Grund dafür war ein tieferer Neubewertungseffekt: Der Aufwertungsgewinn belief sich auf 15,2 Millionen Franken und lag damit um eine Million unter dem Wertzuwachs der Immobilienanlagen vom Vorjahr.

Der Liegenschaftsertag hingegen zog um 7,4 Prozent auf 25,1 Mio. Franken an. Auch auf vergleichbarer Basis betrug das Plus noch 3,1 Prozent, wie Hiag schreibt. Die Leerstandsquote im Gesamtportfolio reduzierte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 16,3 Prozent. Die Nettoerlöse aus dem Verkauf von Stockwerkeigentum beliefen sich per Ende Juni auf 10,9 Millionen Franken, vor einem Jahr waren es noch 5 Millionen.

Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen weiterhin einen um rund vier Prozent höheren Liegenschaftsertrag ohne Akquisitionen an, wie es heisst. Zwar erwartet Hiag, dass sich die Konjunkturabkühlung in der Schweiz im zweiten Halbjahr fortsetzen wird. Jedoch gehe das Management davon aus, dass die Nachfrage für ein hochwertiges Immobilienangebot an attraktiven und verkehrsgünstig gelegenen Standorten weiterhin sowohl von der Binnenwirtschaft wie auch von der Nettozuwanderung gestützt werde, heisst es. Insbesondere dürfte sich der Markt für Stockwerkeigentum aufgrund des attraktiven Zinsumfelds stabil entwickeln. (sda)