HEV wehrt sich gegen „Sanierungszwang“

HEV wehrt sich gegen „Sanierungszwang“

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Wenn Gas- oder Ölheizkessel ersetzt werden, soll ein Teil der Wärmeversorgung durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Die sogenannte „kleine Sanierungspflicht“ ist Teil der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich, die derzeit im Zug des Atomausstiegs revidiert werden. Der HEV Schweiz ist mit dem „Sanierungszwang“ nicht einverstanden.

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Sanierung, Symbolbild

Die Schweiz soll sich innert nützlicher Frist von der Atomenergie verabschieden und auf erneuerbare Energien umsteigen. Dazu gehört auch die Revision der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn), ein Regelwerk der Energiedirektorenkonferenz (EnDK). Die Vorschriften sind Grundlage für die in den Kantonen geltenden Bau- und Sanierungsnormen. Nach einer Anhörung ist die Konferenz nun „auf der Zielgeraden“, wie es in der „NZZ“ heisst. Generalsekretär Lorenz Bösch geht aber davon aus, dass die definitive MuKEn-Fassung, die die Regierungsräte im Januar beschliessen werden, zu Diskussionen führen wird.

Umstritten ist vor allem die sogenannte „kleine Sanierungspflicht“. Betroffen sind Hauseigentümer mit Öl- und Gasheizungen. Wenn künftig ein Gas- oder Ölheizkessel ersetzt wird, muss ein Teil der Wärmeversorgung mittels erneuerbarer Energien gedeckt werden. Alternativ sind auch Sanierungen der Gebäudehülle denkbar. Der Anteil an nichterneuerbarer Energie soll am Schluss jedenfalls 90 Prozent des massgebenden Bedarfs nicht überschreiten. Dagegen wehrt sich der Hauseigentümerverband Schweiz. „Ein Sanierungszwang wird durch den HEV kategorisch abgelehnt“, heisst es in einer Stellungnahme in der „NZZ“. Referenden in den Kantonen seien absehbar, erklärt Thomas Ammann vom HEV. Denn laut Verfassung sind die einzelnen Kantone bei den Gebäudenormen autonom. Die kantonale Umsetzung der MuKEn ist also nicht Pflicht. (pd/mt)