Heizt Horgen bald mit Erdwärme?

Heizt Horgen bald mit Erdwärme?

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Erdwärme oder ein Biomasse-Kraftwerk: Die Gemeinde Horgen sucht nach einer neuen Fernwärmequelle, da die Kehrichtverbrennungsanlage in einigen Jahren geschlossen werden muss.
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Per 2018 wird die Kehrichtverbrennungsanlage in Horgen, die kleinste im Kanton Zürich geschlossen, da sich eine Sanierung der 40-jährigen Anlage nicht lohnt. Dies hat der Zürcher Abfallverwertungs-Verbund ZAV beschlossen, eine Kooperation der fünf kantonalen Betreiber von Kehrichtheizkraftwerken.
 
Da die KVA aber rund 2200 oder ein Drittel der Horgener Haushalte mit Fernwärme speist, braucht es eine Nachfolgelösung. Gemäss Gemeinderat hat man bisher rund ein Dutzend verschiedener Optionen untersucht. Im Rennen sind noch zwei Möglichkeiten: der Betrieb eines Biomasse-Kraftwerkes, das Elektrizität und Fernwärme erzeugen könnte, oder ein Erdwärme-Kraftwerk, dass heisses Wasser aus einer Tiefe von rund 4000 Metern nutzen soll.

Frühere geothermische Studien in der Region Zürich haben ergeben, dass im Bezirk Horgen genügend Erdwärme-Potential vorhanden ist. Für beide Möglichkeiten laufen derzeit Machbarkeitsstudien. Bei einem positiven Befund müssten aber vor allem bei der Variante der Erdwärme noch weitergehende seismische Untersuchungen erfolgen, die äusserst kostspielig sind. Und einen Millionenflop wie die erfolglosen Erkundungsbohrungen beim Zürcher Triemli will man am linken Zürchseeufer vermeiden.

In Horgen hofft man, 2012 Klarheit darüber zu haben, wie in Zukunft die Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. (bk)