Heididorf in Flumserberg geplant

Heididorf in Flumserberg geplant

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Im Ski- und Wandergebiet Flumserberg im Kanton St. Gallen soll eine Heidi-Erlebniswelt entstehen, um Touristen anzulocken. Geplant sind zudem zwei neue Hotels mit rund 180 Zimmern und einer Tiefgarage. Gleichzeitig wird die Bergbahn Tannenboden-Maschgenkamm neu gebaut.

Heidi gehört zur Schweiz wie das Raclette, die Toblerone und das Sackmesser. Die heile Welt der Schweizer Berge lässt sich gut verkaufen. Deshalb wird Johanna Spyris Romanfigur schon lange touristisch vermarktet – etwa in Form des Heididorfs im bündnerischen Maienfeld, das jedes Jahr Scharen anlockt.

Nun soll es auch im Kanton St. Gallen so etwas wie ein Heididorf geben. Im Tannenboden in Flumserberg ist eine Heidi-Erlebniswelt geplant, wie es in einer Mitteilung der Regierung heisst. Rund 100 Millionen Franken sollen hierfür investiert werden. Vorgesehen ist ein Dorf mit modernem Alpbetrieb, Ferienhäusern, Restaurant, Spielplatz und Sennerei. Peter Kuratli vom Amt für Wirtschaft stellt sich rund zwölf Häuser mit unterschiedlichen Themen und Touren vor, in denen die Heidi-Geschichte aktiv „erspielt“ werden kann.

Hinzu kommen zwei Hotels; eins mit 100 Zimmern, eins mit 80. Sie sollen an eine neue Tiefgarage angebunden werden, die ganzjährig genügend Platz bieten soll. Die bereits jetzt bestehenden 200 Parkplätze werden so an ihrem Standort konzentriert und durch weitere 200 ergänzt.

Im Tannenboden befindet sich auch die Talstation der Maschgenkamm-Bahn, die schon bald neu gebaut wird. Die Bergbahnen Flumserberg AG planen, die bestehenden Vierergondeln durch Zehnergondeln zu ersetzen, ebenso die Vierer-Sesselbahn zur Station Chrüz hinauf. Die Station selbst wird erneuert. Wie es heisst, ist das 25-Millionen-Projekt bereits konkret: Die Eröffnung ist für den Sommer 2018 vorgesehen.

Die Idee einer Heidi-Erlebniswelt in der „Flumsi“ ist Teil des Tourismusentwicklungskonzepts Flumserberg (TEK) und durch eine Testplanung der Bergbahnen Flumserberg AG, der Alpkorporation Mols als Grundeigentümerin und dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit entstanden. Ziel dieser Planung war es laut Mitteilung, den Tannenboden als ein touristisches Zentrum mit den Ausbauabsichten der Bergbahnen sowie Übernachtungsmöglichkeiten und weiteren touristischen Erlebnisangeboten zu verbinden und zu stärken.

Erste konkrete Investorengespräche haben bereits stattgefunden. Jetzt gehe es darum, „verschiedene Interessenten und Interessen in einem strukturierten Investorenwettbewerb genauer zu beurteilen und die Rahmenbedingungen weiter zu klären“. (pd/mt)

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