Haus Nideröst erwacht aus Dornröschenschlaf

Haus Nideröst erwacht aus Dornröschenschlaf

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Es gilt als älteste Holzhaus Europas: das 800jährige Haus Nideröst. Einst stand es in Schwyz, und musste dort aber im 2001 einem Neubau weichen. Es wurde in seine Einzelteile zerlegt und verbrachte rund dreizehn Jahre im Dornröschenschlaf, obwohl es immer wieder Pläne für seinen Aufbau gab.  Doch nun ist es in der Gemeinde Sattel wieder aufgebaut worden.

Der Wiederaufbau wurde unter der Leitung von Markus Bamert, dem ehemaligen Denkmalpfleger des Kantons Schwyz, durchgeführt und von Fachspezialisten wissenschaftlich begleitet. Für die Wiederbelebung des Hauses hatte sich die Morgartenstiftung engagiert, die gleichzeitig Landbesitzerin und Bauherrin ist. Die Stiftung verfolgt den Zweck, das historische Schlachtgelände von Morgarten „als Stätte zum Gedenken zu erhalten und den kommenden Generationen als unveräusserliches Gut zu übergeben“.

Das prestigeträchtige Bauprojekt kostete rund 495'000 Franken. Für die weiteren Arbeiten sowie für den laufenden Unterhalt der nächsten 20 Jahren wird mit einem Betrag in gleicher Höhe gerechnet. Wie die Stiftung mitteilt, ist man zuversichtlich, dass sich das noch fehlende Geld mit Hilfe von Sponsoring, Gönnerunterstützung und Spendenbeiträgen sicher stellen lässt. (mai/sda)