Hauptarbeiten an Einhausung Schwamendingen starten 2018

Hauptarbeiten an Einhausung Schwamendingen starten 2018

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Die Baubewilligung für die Strassenüberdeckung der Stadtautobahn in Zürich-Schwamendingen ist rechtskräftig. Nun ist klar, wie es weitergeht: Der Start der Hauptarbeiten soll 2018 erfolgen, wie das Bundesamt für Strassen (Astra) bekanntgegeben hat.

Für die Anwohner bringt die Überdeckung eine "gewaltige Verringerung der Lärmbelastung", wie Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) sagte. Mehr als 110'000 Fahrzeuge fahren jeden Tag auf diesem Autobahnabschnitt, und sowohl tagsüber als auch nachts werden die Lärmgrenzwerte regelmässig übertroffen.

Das Projekt sieht vor, die Nationalstrasse N01/40 zwischen dem Schöneichtunnel und der Verzweigung Aubrugg auf einer Länge von knapp einem Kilometer mit einem Tunnel zu überdecken. Die Betonwände werden begrünt, und auf dem rund 30 Meter breiten Dach entsteht ein Grün- und Freiraum. Der Zugang für Fussgänger und Velofahrer erfolgt über Rampen, Treppen und Lifte.

"Langer Leidensweg"

Dass nun in absehbarer Zeit mit dem Bau begonnen werden kann, ist der "Anfang vom Ende eines langen Leidenswegs der Schwamendinger Bevölkerung", sagt Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP). Bereits 1999 wurde eine Volksinitiative eingereicht, die die Einhausung forderte.

Die Kosten hätte damals allein der Kanton tragen müssen. Nun stemmt der Bund den Löwenanteil. Auf die Stadt entfallen 57,8 Millionen Franken, der Kanton bezahlt 73,3 Millionen von den rund 300 Millionen Franken, die das eigentliche Bauwerk kostet.

Für das Bundesamt für Strassen (Astra) sei die Einhausung ein "Schlüsselprojekt mit höchster Priorität", sagt Vizedirektor Guido Biaggio. Die Arbeiten sind äusserst anspruchsvoll, denn unter der Strasse verläuft noch ein Tramtunnel. Das Gewicht der Überdeckung wird mit Trägern abgefangen, erklärt Projektleiter Rolf Eberle.

"Einweihung 2024 ist ambitioniertes Ziel"

Zurzeit wird das Detailprojekt ausgearbeitet, so dass es voraussichtlich im Herbst zur Genehmigung vorliegt. Gleichzeitig bereitet die Infrastrukturstelle Winterthur des Astra die Ausschreibung der Hauptarbeiten vor. Bereits 2017 sollen erste Vorarbeiten stattfinden; so müssen beispielsweise einige Häuser abgerissen werden. 2018 starten dann die eigentlichen Baumassnahmen. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Strasse vierspurig befahrbar, ausser für einzelne Nachtarbeiten.

Läuft alles nach Plan, können diese nach fünfeinhalb Jahren abgeschlossen werden. Das sei ein sehr ambitioniertes Ziel. "Ich wäre glücklich, wenn das Projekt 2024 eingeweiht werden könnte", sagt Leutenegger.

Für das Gesamtprojekt wird mit Kosten in Höhe von 551 Millionen Franken gerechnet. Neben den Kosten für die Einhausung und weitere vom Astra finanzierte Projektteile sind darin auch 128 Millionen Franken für die Instandsetzung des bestehenden Schöneichtunnels inbegriffen. (sda)

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