Handwerker gefragt: Schweizer Baugewerbe bietet 3688 offene Stellen

Handwerker gefragt: Schweizer Baugewerbe bietet 3688 offene Stellen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Bild: wikimedia
Nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative der SVP befürchtet auch das Baugewerbe, dass Arbeitskräfte in den nächsten Jahren knapper werden könnten.

 
Bereits heute gibt es 109'899 offene Stellen in der Schweiz, und bei jeder fünften geht es um einen Handwerksjob. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Unternehmens x28 hervor, das regelmässig einen Überblick über offene Stellen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt liefert. Die jüngsten Zahlen von x28 hatte die "Neue Zürcher Zeitung" am Dienstag veröffentlicht.
 
Gegenüber dem vierten Quartal 2013 ist dies laut dem Unternehmen, das im Unterschied zu anderen Suchmaschinen auch täglich direkt auf den Websites von Firmen und Personaldienstleistern sucht, nur ein leichter Rückgang, als 114'641 Stellen unbesetzt waren. Die hohe Zahl der Vakanzen von Mitte Januar ist insofern überraschend, als die Wintermonate als besonders schwierig am Arbeitsmarkt gelten.

 
Nach der Annahme der Zuwanderungsinitiative dürfte die Personalsuche für Arbeitgeber generell aufwendiger werden. Die aktuellen Vakanzen liefern einen Vorgeschmack, welche Branchen Ansprüche auf die Verteilung der Kontingente erheben könnten. Alleine in der IT-Branche und im Gesundheitswesen waren Mitte Januar 5602 respektive 5042 Stellen unbesetzt. Daneben haben besonders der Detailhandel (3739), das Baugewerbe (3688) und die Gastronomie (3185) überproportional viele offene Stellen.
 
Nicht überraschend gibt es klare regionale Unterschiede. Am meisten Stellen ausgeschrieben sind mit 23'447 demnach im Kanton Zürich, gefolgt von Bern (11'056), Aargau, Luzern und der Stadt Basel (alle rund 5600). Insgesamt zeigt sich, dass städtische Kantone und jene mit grossen Agglomerationen überproportional viele Vakanzen haben.
 
Wie wichtig Erwerbstätige aus dem EU-Raum für den Schweizer Arbeitsmarkt sind, zeigt auch ein Bericht des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom vergangenen Juni. So hat der Anteil der Beschäftigten aus dem EU-Raum zwischen 2002 und 2012 um 5 Prozentpunkte auf 22 Prozent zugenommen.
 
Dabei entfallen 60 Prozent dieses Zuwachses auf Führungskräfte, akademische Berufe und Techniker. Ein weiteres Drittel machen Beschäftigte in Dienstleistungs- und Verkaufsberufen sowie Hilfsarbeitskräfte aus.(tw/sda)