Hamburger Elbphilharmonie eröffnet in einem Jahr

Hamburger Elbphilharmonie eröffnet in einem Jahr

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Teaserbild-Quelle: Petra Dirscherl, pixelio.de

Wird, was lange währt doch noch gut? In exakt einem Jahr soll das Eröffnungskonzert in der Hamburger Elbphilharmonie stattfinden. Damit kommt die beinahe unendliche Geschichte um das Prestigeprojekt und damit verbundenen massiven Kostensteigerungen sowie Streitereien zwischen Bauunternehmen, Stadt und Architekten zu einem Ende.

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Petra Dirscherl, pixelio.de
Imposanter Anblick: die Elbphilharmonie in der Hamburger Hafencity.

Doch bis es so weit ist, gibt es noch einiges zu tun: Nachdem die Hülle des Gebäudes aus der Feder von Herzog & de Meuron steht, muss nun das Innere fertig gestellt werden: Zurzeit wird  die „ weisse Haut“ im grossen Saal eingebaut. Die Wandverkleidung besteht aus insgesamt 10‘000 völlig verschieden zugeschnittenen Gipsplatten mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Sie sorgen für eine optimale Akustik – schliesslich soll das markante Bauwerk am Hafen dereinst zu den zehn besten Konzertsälen der Welt gehören. Konzipiert hat die Haut der japanische Starakustiker Yasuhisa Toyota, der unter anderem auch für den Klang im Innern der Ark Nova verantwortlich war, eine vom Lucerne Festival initiierte mobile Konzerthalle für vom Tsunami heimgesuchte Gebiete in Japan. Sind die Wände verhüllt, werden Orgel und Sitze für die insgesamt 2100 Zuschauer eingebaut sowie der Parkettboden verlegt. Dies erklärte Kulturbehördensprecher Enno Isermann gegenüber dem Radiosender NDR.

Bereits im Herbst soll das Bauwerk der Stadt Hamburg übergeben werden. Und im November können Interessierte wenn auch noch kein Ohr sondern immerhin ein Auge voll nehmen: Dann wird die sogenannte Plaza für das Publikum geöffnet, oder vielmehr der öffentliche Bereich zwischen der Philharmonie und dem historischen Kaiserspeicher. „Ein Jahr vor der Eröffnung wird bereits deutlich, welchen Beitrag die Elbphilharmonie für Hamburg leisten wird“,  wird Jacques Herzog in der Medienmitteilung zitiert. „Darüber sind wir sehr glücklich.“

Das rund 110 Meter hohe Bauwerk hatte während Jahren für negative Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem, weil die Baukosten von ursprünglich veranschlagten 77 Millionen Euro auf 789 Millionen angestiegen waren. Die Streitereien um Kosten und Baumängel sorgten für Baustopps und in der Folge zu ebenso massiven Verzögerungen. Ursprünglich hätten die ersten Konzerte bereits im 2010 stattfinden sollen. Es wird mit dem aktuellen Eröffnungstermin nun beinahe sieben Jahre länger gedauert haben. (mai)