Hängebrücke der Superlative bei Monte Carasso TI

Hängebrücke der Superlative bei Monte Carasso TI

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle:
Es ist die längste Hängebrücke ihrer Art:...

Zwei Tessiner Gemeinden teilen sich ab dem 31. Mai einen Schweizer Rekord: Zwischen Monte Carasso und Sementina spannt sich mit 270 Metern die längste sogenannte tibetanische Hängebrücke des Landes.

Die Brücke „Carasc“ wurde als wichtiges Verbindungsstück zwischen den Wanderwegen des Bellinzonese und des Locarnese geplant. Dies erklärte  der Präsident der Stiftung Curzutt Carlo Bertinelli an einer Medienkonferenz in Monte Carasso. Curzutt heisst nicht nur die Stiftung sondern auch das Bergdorf oberhalb von Bellinzona und gehört zur Gemeinde Monte Carasso, die 1993 mit dem Wakkerpreis geehrt worden ist. Die Brücke binde das Dorf besser an seine Umgebung an und erlaube zugleich Kirchen und die umliegenden Weingebiete besser zu erkunden, so Bertinelli.

Die Kosten für das Bauwerk belaufen sich auf 1,66 Millionen Franken, rund ein Viertel davon trägt die Gemeinde Monte Carasso. Die Stiftung Vontobel und die Schweizer Berghilfe steuern ebenfalls jeweils 100'000 beziehungsweise 180'000 Franken bei.

Bertinelli rechnet damit, dass 20 bis 40'000 Besucher die Brücke jährlich überqueren werden. Zum Vergleich: die Burgen von Bellinzona - immerhin Unesco- Weltkulturerbe - besuchen rund 45'000 Menschen pro Jahr.

Besucher aus der Deutschschweiz können mit dem Zug oder dem Auto bis nach Bellinzona reisen und von dort aus zu Fuss bis zur Seilbahnstation von Monte Carasso gehen, von wo der dreieinhalb bis vierstündige Rundwanderweg beginnt. Die Parkplätze direkt in den Talstationen von Sementina und Monte Carasso sind laut Bertinelli nur begrenzt verfügbar. Wie Beltrinelli erklärte, ist  ausserdem ein Shuttlebusdienst eingerichtet worden, der ab dem 31. Mai Personen von Sementina und Monte Carasso in Richtung Brücke befördert. (mai/sda)