Gutes Wohnumfeld ist für Demenzkranke wichtig

Gutes Wohnumfeld ist für Demenzkranke wichtig

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Von den 100 000 Demenzkranken in der Schweiz wohnt rund die Hälfte zu Hause. Ihr Leben kann durch bauliche, soziale und technische Lösungen erleichtert werden. Neueste Erkenntnisse für Wohnbauträger, Architekten und Behörden stehen ab sofort in einer umfassenden Tagungsdokumentation zur Verfügung.

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Für Demenzkranke ist eine überschaubare, nach den persönlichen Vorlieben gestaltete Umgebung entscheidend

Von den über 100 000 Demenzkranken in der Schweiz lebt rund die Hälfte zu Hause. Wie gut das Leben mit einer Demenz im eigenen Daheim gelingen kann, hängt stark vom Wohnumfeld ab – und dieses wird von Bauherren, Gemeinden und Architekten gleichermassen geprägt. Durch welche baulichen, technischen und sozialen Lösungen Demenzerkrankte, Angehörige und Fachkräfte im Wohnalltag Unterstützung erfahren, davon handelt ein Fokusthema, das die Age-Stiftung auf ihrer Webseite zur Verfügung stellt. Seine Grundlage bildet eine Dokumentation der jüngsten nationalen Fachtagung des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz.

Zahl der Demenzkranken nimmt zu

Aufgrund der demografischen Entwicklung werden im Jahr 2030 in der Schweiz geschätzte 200 000 Menschen mit Demenz leben, im Jahr 2050 rechnet man mit gegen 300 000 Personen. Sofern keine klaren Fortschritte bei Prävention oder Heilung gemacht werden, wird dannzumal jede achte Person über 65 Jahre an Demenz erkrankt sein. Für Demenzkranke ist ein Leben zu Hause in den frühen Stadien der Krankheit möglich, soweit ihre speziellen Bedürfnisse durch ihr Umfeld berücksichtigt und aufgenommen werden – baulich, technisch und sozial. Mit Blick auf die demografische Entwicklung könne das als Auftrag verstanden werden, schreibt die Age-Stiftung in einer Medienmitteilung.

Internationale Experten

Die nationale Tagung des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz richtete sich an Baugenossenschaften, Gemeinden und Architekten und wollte diese motivieren, auch im Bestand Angebote für ältere Menschen zu schaffen. Die Tagung bot einen Überblick über erfolgreiche Konzepte aus Schottland, Holland, Belgien, den USA, England, Deutschland und der Schweiz.Die Age-Stiftung hat es übernommen, die Veranstaltung umfassend zu dokumentieren. Auf der Webseite stehen alle Vorträge als Video zur Verfügung. Ausserdem können zu jedem Referat die Präsentationen und ein zusammenfassender Bericht abgerufen werden. (bb)

www.age-stiftung.ch/fokusthemen