Gute Prognosen fürs kommende Jahr

Gute Prognosen fürs kommende Jahr

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Teaserbild-Quelle: Im Bild: Freilegen des Kopfes der Mittelschlitzwand und weiterer Aushub im Schacht Südtrakt, des Zürcher Weinbergtunnels im Januar 2009
Vergangenes Jahr erhöhten sich die Bauausgaben in der Schweiz im Vergleich zu 2008 um nominal 2,1 Prozent auf 54,6 Milliarden. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) in seinem Mediencommuniqé zu den provisorischen Resultaten der Baustatistik 2009 mit. Für 2010 rechnet das BFS mit einem weiteren Anstieg der nominalen Bauausgaben.
 
SBB
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Im Bild: Freilegen des Kopfes der Mittelschlitzwand und weiterer Aushub im Schacht Südtrakt, des Zürcher Weinbergtunnels im Januar 2009
Letztes Jahr konnte im Tiefbau eine leichte Erhöhung der Ausgaben verzeichnet werden.
 
Bedingt durch die auf minus 1,1 Prozent geschätzte Bauteuerung im Jahr 2009, resultiere im Jahresvergleich ein Anstieg der preisbereinigten Bauausgaben um 3,2 Prozent, führt das BFS zu den Zahlen der gesamten Bauausgaben aus.

Die Bauinvestitionen (Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) sind laut BFS nominal um 1,9 Prozent auf 50,2 Milliarden Franken angestiegen. Sie betreffen Investitionen in Neubauten und Umbauten. Die Investitionen in Neubauprojekte nahmen im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf 33 Milliarden Franken zu. Noch deutlicher hätten die Investitionssumme in Umbauprojekte zu genommen, für die im Jahr 2009 rund 17,1 Milliarden Franken (+2,1%) aufgewendet wurden, heisst es weiter. Die privaten Auftraggeber hätten die Investitionen in den Neubau (+2,5%) erhöht, dagegen aber die Umbauinvestitionen (-0,7%) reduziert. Derweil stellt man bei den öffentlichen Auftraggebern gemäss NFS eine umgekehrte Entwicklung fest: Die Neubauinvestitionen sind um 1,2 Prozent zurück gegangen, während die Investitionen in Umbauprojekte um 6,8 Prozent zu genommen haben.

Hochbau legte zu

Die Investitionen in den Hochbau (ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) haben im Jahresvergleich nominal um 2,1 Prozent zugelegt und sind damit auf rund 40,2 Milliarden Franken angestiegen. Die privaten Auftraggeber setzten ihre Investitionen um insgesamt 2,2 Prozent herauf, auf 35,2 Milliarden Franken. Ausgedehnt seien dabei die Investitionen in Wohngebäude und in den übrigen Hochbau worden, während die Investitionen in Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude abgenommen hätten.

Leichter Anstieg beim Tiefbau

Die Tiefbauinvestitionen (ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten) verzeichneten im Jahresvergleich ein nominales Wachstum von 0,9 Prozent auf 10 Milliarden Franken. Die öffentlichen Auftraggeber investierten 8,5 Milliarden Franken in Tiefbauprojekte (+3,2%). Die Erhöhung ist auf Verkehrs- und Kommunikationsprojekte zurückzuführen, derweil weniger in den übrigen Tiefbau investiert wurde. Die privaten Auftraggeber reduzierten ihre Tiefbauinvestitionen um 10,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken.

Zuversichtlicher Blick ins 2010

Die gemeldeten Bauvorhaben liessen für dieses einen Anstieg der Bauinvestitionen um 3 Prozent erwarten, heisst es in der Medienmitteilung des BFS. Bei den Vorhaben im Bereich der öffentlichen Unterhaltsarbeiten zeichne sich ein Zuwachs um 1,7 Prozent ab, sodass die gesamten Bauausgaben um 2,9 Prozent zunehmen würden. Die Bauinvestitionen in Neubauprojekte dürften im Jahr 2010 um 2,5 Prozent, diejenigen in Umbauprojekte gar um 4,3 Prozent ansteigen. (mai/mgt)