Günstig wohnen in Nidwalden

Günstig wohnen in Nidwalden

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Eine neue Zone mit Nutzungsbonus, Einzonungsvereinbarungen und günstig wohnen in der öffentlichen Zone: So will der Regierungsrat des Kantons Nidwalden die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum fördern.

Nach dem Willen des Volkes muss im steuergünstigen Kanton Nidwalden preisgünstiges Wohnen gefördert werden. Die Stimmbürger hatten im September 2014 eine entsprechende Initiative mit über 70 Prozent Ja-Stimmen deutlich angenommen. Nun präsentiert der Regierungsrat eine Gesetzesvorlage, die das Anliegen erfüllen soll.

Wie es in einer Mitteilung dazu heisst, wird eine neue Zone mit Nutzungsbonus geschaffen. Diese Zone kann andere Wohnzonen überlagern. Dort, wo dies der Fall ist, kommen von der Direktion anerkannte gemeinnützige Wohnbauträger in den Genuss einer höheren Ausnützung. „Damit sollen sie sich gegenüber privaten Investoren besser behaupten können“, schreibt der Regierungsrat. Eine solche Zone einzurichten obliegt dem Gemeinderat und bedarf einer Zonenplanrevision. Weiter ist vorgesehen, dass sich die Gemeinden und der Kanton künftig am Kapital von gemeinnützigen Wohnbauträgern beteiligen können. Ausserdem soll die schon jetzt mögliche Abgabe von Land im Baurecht durch Gemeinden und Kantone an gemeinnützige Wohnbauträger bestehen bleiben.

In Zukunft haben Gemeinden auch die Möglichkeit, sogenannte Einzonungsvereinbarungen abzuschliessen. Hierbei vereinbaren die gemeinsam mit dem Grundeigentümer die Erstellung von preisgünstigem Wohnraum. Ebenso können neu auch in der öffentlichen Zone günstige Wohnungen angeboten werden.

Die Gesetzesvorlage ist nun in der Vernehmlassung. Die Frist läuft bis am 17. Juni. (pd/mt)