Grünräume: Eine Wildnis für das Herz New Yorks

Grünräume: Eine Wildnis für das Herz New Yorks

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Teaserbild-Quelle: Jianshi Wu, Yitan Sun

Wer in New York wohnt, soll sich direkt vor der Haustüre in der Natur erholen können. Von diesem Gedanken, der einst den Ausschlag für den Bau des Central Parks gegeben hat, ist im Laufe der Zeit nicht mehr viel übrig geblieben. Darum schlagen die New Yorker Architekten Janishi Wu und Yitan Sun vor, den Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert komplett rückzubauen und das darunterliegende hügelige, felsige Terrain wieder freizulegen.

Den Aushub wollen sie dazu nutzen, die Landschaft zu akzentuieren. Das heisst, um zusätzliche Hügel aufzuschütten und bereits bestehende zu vergrössern. Sie werden so angelegt, dass man dort wandern und klettern kann. Zudem sollen an heissen Tagen künstliche Seen zum Schwimmen einladen. Damit der neue Park tatsächlich wie eine endlose unbebaute Landschaft erscheint, wollen Wu und Sun die Anlage mit einer 300 Meter hohen Mauer umgeben. Dabei handelt es sich um eine wolkenkratzerartige Struktur mit einer glänzenden Glasfassade, die den Park widerspiegelt. Im rund 30 Meter tiefen Bauwerk selbst wollen die Architekten Wohnungen und Geschäfte unterbringen.

Einen Haken hat die spektakuläre Vision allerdings: Sie wird nie umgesetzt. Das Projekt ist lediglich ein Beitrag zur aktuellen Evolo Skyscraper Competition, mit der das gleichnamige US-Architekturmagazin jeweils neuartige Konzepte für Wolkenkratzer sucht. Immerhin landeten sie aber mit ihrer Idee auf dem ersten Platz.(mai)