Grünes Licht für Sanierung des Weissenstein-Tunnels

Grünes Licht für Sanierung des Weissenstein-Tunnels

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Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat beschlossen, den Weissenstein-Eisenbahntunnel zwischen Solothurn und Moutier zu sanieren und aus dem Bahninfrastrukturfonds zu finanzieren. Die Kosten belaufen sich auf rund 85 Millionen Franken. Aber dafür wird von den betroffenen Kantonen auch etwas erwartet.

Der Weissenstein-Tunnel auf der Bahnstrecke Solothurn-Moutier ist bekanntlich in einem schlechten Zustand und muss umfassend saniert werden. Allerdings dient diese Strecke vor allem dem regionalen Personenverkehr, weshalb der Bund bei grösseren Investitionen verpflichtet ist, Alternativen mit einem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis zu prüfen. Im Fall dieses Tunnels zeigte sich, dass Varianten mit einer Tunnelschliessung wirtschaftlich am besten wären. Allerdings würde eine Schliessung auch zu deutlich längeren Reisezeiten für einzelne Ortschaften führen. Kein Wunder also, dass sich die Kantone Bern und Solothurn klar für eine Sanierung ausgesprochen haben.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist dieser Empfehlung nun gefolgt und gibt der BLS Netz AG als Betreiberin grünes Licht, wie es in einer Mitteilung heisst. Man habe die Anliegen der Betroffenen höher gewichtet als wirtschaftliche Überlegungen.

Mit der Sanierung soll der Tunnel für 25 weitere Jahre genutzt werden können. Die Kosten liegen bei rund 85 Millionen Franken. Hinzu kommen die Anpassung und Modernisierung der Streckenabschnitte sowie der Bahnhöfe zwischen Solothurn und Moutier. Wie das BAV weiter schreibt, wird die Sanierung im Rahmen des Substanzerhalts der Bahninfrastruktur aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes finanziert. Die Bauarbeiten sollen von 2020 bis 2022 dauern.

Das Bundesamt für Verkehr erwartet – so heisst es im Communiqué weiter –, dass sich die Kantone nach der Sanierung längerfristig an der Finanzierung der Regionalverkehrsleistungen auf der Strecke Solothurn-Moutier beteiligen. „Sie sollen dafür sorgen, dass ein attraktives Angebot besteht, welches die grosse Investition in die Bahninfrastruktur rechtfertigt.“ (mt/pd)