Grünes Licht für Kaliningrad

Grünes Licht für Kaliningrad

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Der Bau eines Atomkraftwerks in der zwischen Polen und Litauen gelegenen Ostsee-Exklave Kaliningrad hat eine der ersten Hürden genommen. Der russische Regierungschef Wladimir Putin hat grünes Licht für gegeben.
 
Die staatliche Atomholding Rosatom wolle für das Projekt im Gebiet um das ehemalige Königsberg einen westlichen Investor gewinnen. Dies teilte die Regierung nach Angaben der Agentur Interfax mit. Die Baukosten werden auf fünf Milliarden Euro geschätzt. Laut Berichten in den Medien könnte der deutsche Konzern Siemens den Zuschlag für einen Anteil von 49 Prozent am Kraftwerk erhalten. Die Entscheidung über den Bau des Baltischen Atomkraftwerks war allerdings schon Mitte August gefallen. Der Standort liegt früheren Rosatom-Angaben zufolge 120 Kilometer von der Gebietshauptstadt Kaliningrad entfernt.
 
Russland will modifizierte Druckwasserreaktoren vom Typ WWER verwenden. Das Kaliningrader Atomkraftwerk soll nach russischen Plänen mit dem künftigen litauischen AKW Ignalina-2 konkurrieren. Es wird die veralteten Reaktoren des zur Sowjetzeit gebauten Atomkraftwerks Ignalina ersetzen. (sda)

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