Grünes Licht für Greencity

Grünes Licht für Greencity

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen zvg

Das 2000-Watt-Areal Greencity in Zürich nimmt Formen an. Die alten Gebäude auf der ehemaligen Industriebrache Sihl-Manegg sind weg, die Aushubarbeiten und die Altlastensanierung werden in Kürze beginnen. Die Baubewilligungen für 230 Genossenschaftswohnungen sind rechtskräftig.

Auf Areal Sihl-Manegg in Zürich Süd entsteht in den nächsten Jahren ein neues Wohn- und Arbeitsquartier. Eine entscheidende Rolle bei der Planung und Umsetzung des Projekts spielt das Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft. Greencity wird das erste Quartier in der Limmatstadt sein, das sich komplett nach den Prinzipien dieses Modells richtet. Der Trägerverein Energiestadt verlieh dem Projekt vor rund zwei Jahren das schweizweit erste 2000-Watt-Areal-Zertifikat.

Viel Platz zum wohnen und arbeiten

Auf Greencity entstehen in den nächsten Jahren rund 740 Wohnungen (acht Wohnungsbauten mit 85‘400 Gesamtnutzfläche), aufgeteilt in 220 Mietwohnungen – 60 davon für das Wohnen im Alter – , 290 Wohnungen im Stockwerkeigentum und 230 Wohnungen des gemeinnützigen Wohnungsbaus. Die Baubewilligungen für letztere sind seit kurzem rechtskräftig, wie es in einer Mitteilung der Medienstelle Greencity heisst. Die Aushubarbeiten auf den drei genossenschaftlichen Baufeldern würden in Kürze beginnen.

Die Baufelder teilen sich mehrere Bauträger. Baufeld A entlang der Allmendstrasse teilen sich die Genossenschaften Wogeno und Hofgarten. Beide bieten laut Mitteilung 2,5- bis 6,5-Zimmer-Wohnungen mit Raum für unterschiedliche Lebens- und Wohnformen an. Ausserdem entstehen hier Gästewohnungen, gemeinschaftlich nutzbare Hobbyräume, Atelier, eine Begegnungszone namens „Rue Interne“ sowie eine grosse Dachterrasse und zahlreiche Gewerbeflächen. Ausführende Architekten sind auf Baufeld A die EM2N Architekten Zürich.

Auf Baufeld B3 Süd am neuen Spinnereiplatz baut die Genossenschaft Hofgarten 4,5- bis 5,5-Zimmer-Wohnungen. Hier setzt man auf stark nachbarschaftsorientiertes Wohnen mit Gemeinschaftsräumen und einer gemeinsamen Terrasse. Ausführendes Architekturbüro ist hier Adrian Streich Architekten Zürich.

Baufeld B4 teilen sich die gemeinnützige Bau- und Mietergenossenschaft Zürich (GMBZ) und die Stiftung für kinderreiche Familien der Stadt Zürich. Sie werden vor allem Familienwohnungen (4,5- und 5,5 Zimmer) realisieren. Deshalb entsteht hier auf Platzniveau auch eine Kindertagesstätte. Ausserdem sind im Innenhof Spielplätze geplant. Mehrere gemeinsame Terrassen sind ebenfalls vorgesehen. Die ausführenden Architekten sind die Zita Cotti Architekten Zürich.

Aber in Greencity kann nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet werden. So sind auf dem Areal auch vier Bürogebäude, ein Hotel, ein Schulgebäude (6000 Quadratmeter) sowie zahlreiche Verkaufsflächen (71‘000 Quadratmeter) geplant.

Etappenweise Realisierung

Die Überbauung des Areals wird von der Totalunternehmung Losinger Marazzi AG realisiert. Sie will das Quartier Greencity etappenweise bis 2019 fertigstellen. 2017 sollten die Genossenschaftswohnungen, die Mietwohnungen und in der zweiten Jahreshälfte auch die Lofts im Spinnereigebäude bezugsbereit sein, gefolgt von den Eigentumswohnungen in der ersten Hälfte des Jahres 2018. (pd/mt)

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