Grosser Bauboom für kleine Gemeinde

Grosser Bauboom für kleine Gemeinde

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In Realp wird voraussichtlich demnächst gebaut. Eine Wohnüberbauung soll nicht nur Touristen, sondern auch zukünftige Steuerzahler anlocken.
 
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Die Gemeinde Realp profitiert indirekt von Sawiris Tourismusresort.
 
Sawiris Tourismusresort in Andermatt zieht Kreise: Im nahe gelegenen Realp sollen fünf Wohnhäuser mit insgesamt 40 Wohnungen errichtet werden. Das ist viel für das kleine Dorf, das gegenwärtig 160 Einwohner zählt. - Die Landverkaufsverträge seien unterschrieben, bis Ende Mai solle die Baueingabe erfolgen, wird Gemeindeschreiber Karl Cathry in der aktuellen Ausgabe der „Neuen Urner Zeitung“ zitiert. Bauauflagen bezüglich des Zweitwohnungsanteils hat es keine gegeben, dennoch plant man die Hälfte der Wohnungen für künftige Steuerzahler zu reservieren.
 
Läuft der Verkauf der Wohnungen der neuen Überbauung entsprechend gut an, will man im Frühling nächsten Jahres mit dem Bau beginnen, wie Paul Güttinger, Geschäftsführer der Strüby Immo AG, die die Überbauung plant, gegenüber der „Neuen Urner Zeitung“ ausführt. Die Chancen für die Überbauung scheinen gut zu stehen: Es seien schon zahlreiche Kaufinteressenten aus Uri und dem Raum Zentralschweiz an die Firma gelangt, ohne dass man Werbung gemacht habe, so Güttinger weiter. Dass der kleine Bauboom in Realp aber anhält, wird allerdings kaum der Fall sein. Wie die „Neue Urner Zeitung“ berichtet, befindet sich das übrige Bauland der Gemeinde an Hanglagen, wo die Baukosten entsprechend höher sind. Zudem gebe es wegen der Gefahrenkarte auch keine Möglichkeiten zusätzliches Bauland einzuzonen. Potenzial gibt es laut Cathry nur bei der Sanierung von Altbauten und der Umnutzung von nicht mehr gebrauchten Ställen.
 
Gute möglich, dass noch andere Gemeinden vom geplanten Andermatter Toursimusresort indirekt profitieren. Laut einer von der Urner Kantonalbank in Auftrag gegebenen Studie wird Sawiris Gigaprojekt einen kantonsweiten Bedarf an insgesamt 3'500 zusätzlichen Wohnungen auslösen. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, müssten laut „Neuer Urner Zeitung“ alleine zwischen Gurtnellen und Realp 1'200 Erstwohnungen geschaffen werden. Allerdings müssten dafür auch sämtliche vorhandenen Baureserven ausgeschöpft werden. (mai)
 
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