Grösste Schweizer Biogasanlage steht in Zürich

Grösste Schweizer Biogasanlage steht in Zürich

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Das Klärwerk im Zürcher Werdhölzli ist hierzulande das grösste seiner Art. Jetzt wurde die Anlage zusätzlich mit einem Vergärwerk erweitert – und zwar mit der grössten Biogasaufbereitungsanlage der Schweiz. Es liefert natürliches Gas für mehr als 5000 Wohnungen.

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Das neue Vergärwerk Werdhölzli.

Rund zwei Jahre lang wurde auf dem Areal des jetzigen Kompostierwerks bei der Kläranlage Werdhölzli gebaut. Das Resultat ist das grösste Schweizer Vergärwerk mit Biogas-Aufbereitung, das am Dienstagmorgen eröffnet wurde. In der neuen Anlage werden Küchen- und Gartenabfälle aus Stadt und Region Zürich zu Biogas verarbeitet, das ins Netz der Erdgas Zürich eingespeist wird.

Im neuen Vergärwerk können künftig jährlich über 25'000 Tonnen Bioabfall verarbeitet und daraus Biogas gewonnen werden. Darüber hinaus werden Kompost und Flüssigdünger aus Gärgut für die Landwirtschaft und den Gartenbau hergestellt.

Die Bevölkerung der Stadt Zürich kann ihre Bioabfälle aus dem privaten Haushalt bereits seit dem 1. Januar dieses Jahres bei Biogas Zürich verwerten lassen. Voraussetzung dafür ist ein Bioabfall-Abo.

Die Biogas Zürich AG als Betreiberin der Anlage setzt damit einen Auftrag des Zürcher Stadtparlamentes um, den Bioabfall in der Stadt zu verwerten, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Biogas Zürich leiste damit einen massgeblichen Beitrag zu den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft.

5,3 Millionen Kubikmeter Biogas

Bis Mitte 2015 wird die Biogasaufbereitung mit einer Teillast von rund 50 Prozent der Energieproduktion betrieben. Danach wird auch das gesamte Gas aus Klärschlamm aus dem benachbarten Klärwerk für die Einspeisung zur Verfügung stehen.

Bei voller Auslastung produziert das Gärwerk rund 5,3 Millionen Kubikmeter Biogas, das weitgehend klimaneutral produziert wird. Die Menge entspricht einem Heizenergiebedarf von rund 5000 Wohnungen.

Das Biogas besteht im Wesentlichen zu 60 Prozent aus Methan und zu etwa 40 Prozent aus Kohlendioxid sowie verschiedenen Spurengasen. (ffi/sda)