GreenTec-Award für Häuser aus Altpapier

GreenTec-Award für Häuser aus Altpapier

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Teaserbild-Quelle: Bilder zvg

Ein Unternehmen aus dem Kanton Thurgau hat ein Bausystem entwickelt, mit dem man Gebäude aus Altpapier und Holz erstellen kann. Die ersten Häuser dieser Art stehen bereits. Für ihre Technologie hat die Firma den GreenTec-Award 2016 erhalten.

Fast alle haben es als Kinder es getan, um die Klassenkasse zu füllen: Altpapier gesammelt. Dass aber aus alten Zeitungen, Kartons und Werbeprospekten einmal Häuser gebaut würden, daran hätten wohl die wenigsten gedacht. Doch genau das tut die Ecocell AG mit Sitz in Uttwil TG mit ihrem entwickelten Bausystem. Es besteht aus Wandelementen in Sandwichbauweise (ein-, zwei- oder dreilagig), die als Hauswände, Böden, Decken oder als Trennwände eingesetzt werden. Der Kern besteht aus einer Wabenstruktur. Als Ausgangsmaterialien werden nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Fasern sowie Rohpapier aus dem recyclingkreislauf von Altpapier und Kartonagen verwendet. Das Ganze wird mit einer hauchdünnen, speziellen Zementbeschichtung versehen. Das sorgt für hohe Belastbarkeit und Brandschutz. Die fertigen Wandelemente werden nach dem Nut- oder Federprinzip miteinander verbunden und verschraubt. Die ersten Häuser im Ecocell-Bausystem sind letzten Dezember in St. Margarethen innerhalb von wenigen Tagen aufgerichtet worden. Geplant wurde das Projekt „Pfarrguet“ vom Architekturbüro Banziger Lutze in Berneck SG.

Für ihre nachhaltige Technologie ist die Firma mit dem GreenTec-Award 2016 in der Kategorie „Bauen und Wohnen“ ausgezeichnet worden. An einer Gala in München werden Ende Mai alle Preisträger geehrt. (mt/pd)

Mehr Infos zum Ecocell-Bausystem finden Sie hier