Greencity Zürich: Quartier erhält Schulhaus mit Dach-Turnhalle

Greencity Zürich: Quartier erhält Schulhaus mit Dach-Turnhalle

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen zvg

Auf dem 2000-Watt-Areal Greencity in Zürich entsteht derzeit ein neues Quartier. Auch ein Schulhaus für rund 250 Kinder ist geplant. Aus einem Architekturwettbewerb ging ein Zweier-Team als Sieger hervor. Der Vorschlag sieht einen schmalen Längsbau mit einer Turnhalle auf dem Dach vor.

Die Losinger Marazzi AG entwickelt in Zürich-Wollishofen das 2000-Watt-Areal Greencity zu einem neuen Stadtquartier, in dem künftig 2000 Menschen leben werden. Auch ein Schulhaus soll realisiert werden. Dafür hat die Stadt Zürich von der Arealentwicklerin eine Parzelle gekauft und einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. In der Schulanlage Allmend sollten eine Primarschule mit Kindergarten und Betreuung sowie Räume für die Heilpädagogische Schule, eine Einfachturnhalle und ein Gymnastikraum angeboten werden. Ausserdem war als Verknüpfung von Anlage und Quartier eine Fussgänger-Passerelle zu planen. Die Platzverhältnisse sind eng, ist die Parzelle doch nur 4500 Quadratmeter gross.

Wie es in einer Mitteilung heisst, ist nun ein Siegerprojekt erkoren worden. Es stammt aus der Feder des Teams von Studio Burkhardt in Zürich und Pirmin Jung Holzbauingenieure AG aus Rain und überzeugte die Jury mit einem „eleganten schmalen Längsbau“, in dem das Raumprogramm der Schule „effizient und flexibel für künftige Nutzungen“ untergebracht sei. Lob gab es für die hohen Räume, die grosszügige Verglasung, die geringe Gebäudetiefe und die hellen Holzoberflächen. Dies würde eine angenehme Lernatmosphäre schaffen, heisst es. Die Turnhalle hat das Siegerteam auf dem Dach geplant. Damit sei eine elegante Lösung für die engen Platzverhältnisse gefunden worden. Um das Gebäude herum sind weitere öffentliche Flächen angeordnet: eine Gasse im Osten sowie ein mit Obstbäumen bepflanzter Pausenplatz und Vorplatz zum Haspelsteg im Westen. Die Anlage soll im Minergie-P-Eco-Standard realisiert werden.

Die Wettbewerbsteilnehmer hatten auch aufzuzeigen, wie die gewünschte Photovoltaikanlage ins architektonische Gesamtkonzept zu integrieren wäre. Im Siegerprojekt wird eine baldachin-ähnliche Konstruktion als oberer Gebäudeabschluss vorgeschlagen, in der die Paneele eingebaut sind.

Für den Neubau sind Zielerstellungskosten von 39 Millionen Franken vorgegeben, wobei das Schulhaus mit 36,5 Millionen und der Haspelsteg mit 2,5 Millionen zu Buche schlagen. (mt/pd)

Sämtliche Projekte sind vom 7. bis 19. Februar im Ausstellungsraum des Amts für Hochbauten der Stadt Zürich im Pavillon Wird zu sehen.