Grcic und die Zukunft des Designs

Grcic und die Zukunft des Designs

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Teaserbild-Quelle: Florian Böhm

Er gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Designer: Der deutsche Konstantin Grcic verbindet bei seinen Entwürfen industrielle Ästhetik mit künstlerischen Elementen. Manche dieser ­Objekte – etwa der Chair One von 2004 – sind Designklassiker. Die Ausstellung „Konstantin Gricic – Panorama“ im Vitra Design Museum stellt sein Werk vor.

Grcic konzipierte eigens für die Ausstellung mehrere raumgreifende Installationen: Ein Wohninterieur, ein Designatelier und ein Stadtraum zeigen, wie er sich das Leben von Morgen vorstellt und rücken seine Werke in einen gesellschaftlichen Kontext. Teil dieser Inszenierungen ist auch ein 30  Meter langes Panoramabild einer Architekturlandschaft der Zukunft.

Ein separater Ausstellungsbereich geht auf Grcics Arbeit ein: Hier werden weniger bekannte Stücke und Klassiker präsentiert sowie Prototypen und Zeichnungen. Zu sehen sind überdies Fundstücke, Alltagsgegenstände und Werke anderer Gestalter, die Grcic ­inspiriert haben. Sie reichen von einer alten Teekanne über einen frühen Apple-Computer bis ­hin zu Werken Marcel Duchamps oder Gerrit Rietvelds. Besonders prägend dürften für Grcic die schlichten, minimalistischen Entwürfe von Jasper Morrison gewesen sein, bei dem seine Designerlaufbahn Ende der 80er Jahre ihren Anfang nahm.

Grcic entwickelte schnell eine unverwechselbare ­Formensprache und ist heute selbst Bezugspunkt für eine ganze Generation von ­Berufskollegen. Zumal Grcic für viele bekannte Designunter­nehmen wie Authentics, Flos, Magis, Vitra, ­oder Muji arbeitet und dabei immer wieder mit ­überraschenden Lösungen verblüfft. (mai/pd)