Graubünden: Kraftwerk-Ausbau landet vor Bundesgericht

Graubünden: Kraftwerk-Ausbau landet vor Bundesgericht

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Der geplante Ausbau der Wasserkraft im bündnerischen Lugenz durch die Kraftwerke Zervreila wird ein Fall für das Bundesgericht. Der WWF, Pro Natura und der Fischereiverband ziehen ein Urteil des Verwaltungsgerichts Graubünden nach Lausanne weiter.

Wie die Umweltorganisationen WWF und Pro Natura sowie der Bündner Fischereiverband mitteilten, würde das vorgesehene Kraftwerk die Defizite für Auen noch verschärfen und die Seeforelle auf ihrer Wanderung zusätzlich behindern. Die geplanten neuen Wasserfassungen könnten deshalb nicht bewilligt werden.

Die Umweltorganisationen und Fischer hatten am Bündner Verwaltungsgericht eine Niederlage einstecken müssen. Das Gericht lehnte ihre Beschwerde ab.

Das Vorhaben der Zervreila Kraftwerke ist eines der aktuell grössten Kraftwerkprojekte im Kanton Graubünden mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Franken. Geplant ist, im hinteren Lugnez weiteres Wasser zu fassen und es über einen 13 Kilometer langen Stollen ins Ausgleichsbecken bei Zervreila oberhalb von Vals zu leiten. 32 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr würden neu gefasst und in bestehenden Anlagen im Safiental und in Rothenbrunnen im Hinterrheintal verstromt. Dem natürlichen Kreislauf zurückgegeben würde das Wasser beim Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Reichenau. (sda)