Grand Prix Design 2013 für Trix und Robert Haussmann

Grand Prix Design 2013 für Trix und Robert Haussmann

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Alljährlich ehrt das Bundesamt für Kultur (BAK) mit dem "Grand Prix Design" drei international bekannte Schweizer Designer. Heuer geht die Auszeichnung an das Architektenduo Trix und Robert Haussmann, an den Textildesigner Martin Leuthold und an den Grafikdesigner Armin Hoffmann.
 
 
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Trix und Robert Haussmann wurden für ihren "Beitrag zur Schweizer Architektur- und Designgeschichte" gewürdigt.
 
Tiefgrün und mahagonifarben - die Bar der Kronenhalle strahlt nicht, sondern schimmert in warmem Dämmerlicht. Die Einrichtung der kleinen, eleganten Bar mit Bildern von Miro, Picasso und anderen Grössen der Kunstgeschichte an der Zürcher Rämistrasse ist neben den Ladenpassagen beim Zürcher Hauptbahnhof nur eines von vielen Innenarchitektur-Projekten von Trix und Robert Haussmann.
 
1967 gründeten Innenarchitekt Robert Haussmann - er hatte seine Ausbildung unter anderem bei Johannes Itten an der Zürcher Kunstgewerbeschule absolviert - und  seine Frau, die ETH-Architektin Trix Haussmann, in Zürich die «Allgemeine Entwurfsanstalt», ein Büro für Planung, Innenarchitektur und Produktgestaltung. Das Spektuirm der beiden ist gross: Es reicht von kleinen Gebrauchsgegenständen über Bauten und Umbauten bis hin zu Stadtplanung. Entwürfe für Hersteller wie Röthlisberger, de Sede, Wogg oder Knoll sind heute Designklassiker. Zu ihrer gestalterischen Praxis gehört auch eine kritische theoretische Auseinandersetzung, wofür ihre Lehrstücke, ironische Möbelobjekte der 1980er-Jahre, beispielhaft sind. "Die Schweizer Eidgenossenschaft würdigt Trix und Robert Haussmann für ihren beachtlichen Beitrag zur Schweizer Design- und Architekturgeschichte", heisst es in der Medienmitteilung des BAK zur Preisvergabe. "Ihr engagiertes und reflektiertes Hinterfragen ästhetischer Konventionen war ihrer Zeit voraus und gilt es heute wiederzuentdecken."

Nachwuchsförderung und Swiss Style

Ebenfalls einen Preis erhielt Martin Leuthald, Creative Direktor der St. Galler Jaokob Schlaepfer Textiles. Den ausgebildeten Stickereientwerfer zeichnet das BAK aus, weil er eine "Schlüsselfigur der schweizerischen Textilindustrie" sei, die es verstehe, Nachwuchsförderung, Innovationskraft und internetationales Renommee erfolgreich miteinander zu verbinden.  Des Weiteren wurde auch Grafikdesigner Armin Hofmann geehrt: Das BAK erachtet ihn als "eine der prägenden Figuren des Schweizer Grafikdesigns". Seine Plakate, die er für Basler Kulturinstitutionen wie das Stadttheater, die Kunsthalle oder das Gewerbmuseum entworfen hatte, bildeten einen "wesentlichen Beitrag zum weltweit anerkannten Swiss Style". (mai)