Gotthardpassstrasse wird instand gesetzt

Gotthardpassstrasse wird instand gesetzt

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Die Passstrasse über den Gotthard ist in die Jahre gekommen. Deshalb soll sie bis 2019 umfassend saniert werden. Dies erklärte Astra-Sprecher Thomas Rohrbach am Wochenende gegenüber der Sonntagszeitung. Das rund 300 Millionen Franken teure Projekt zählt zwar nicht zu den grössten Bauvorhaben des Astra, aber zu den wohl komplexesten. Denn die gesamte Fahrbahn soll ersetzt werden.
 
Daneben werden gemäss Sonntagszeitung Spezialisten Brücken, Tunnels sowie Steinschlag- und Lawinenverbauungen unter die Lupe nehmen und ebenfalls instand setzen. Die grössten Herausforderungen dürften sein, dass nur von Frühling bis Herbst gebaut werden kann und dass die Bauarbeiten stark vom Wetter abhängig sind. Zudem muss die Verbindung Airolo-Göschenen offen bleiben. Bis auf  eine kurze Totalsperrung des Nachts müsse eine Spur befahrbar sein, das mache die Logistik sehr kompliziert, so Rohrbach gegenüber der Zeitung.
 
Saniert wird die Passstrasse, weil sie trotz Gotthardtunnel eine wichtige Verbindung zwischen Uri und dem Tessin bleiben soll. Zumal man auf eine funktionierende Passstrassen angewiesen bleiben wird – auch wenn dereinst im Gotthardtunnel eine zweite Röhre erstellt würde. Auch das Sanierungskonzept mit zweiter Röhre sieht laut Rohrbach eine 140-tägige Sperre vor. Während dieser Phase müsste der Verkehr dann auf die über den Pass geführt werden. Der Simplon und der San Bernardino sollen zudem aus Ausweichroute dienen.  (mai)