Gotthard: Gefährliche Güter weiterhin nur auf der Schiene

Gotthard: Gefährliche Güter weiterhin nur auf der Schiene

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Teaserbild-Quelle: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Aufgrund einer Risikoanalyse hat der Bundesrat beschlossen, dass der Gotthard-Strassentunnel für Lastwagen mit gefährlichen Gütern weiterhin gesperrt bleibt. Sieben andere Tunnels wurden hingegen für Gefahrenguttransporte freigegeben.

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Gotthard-Strassentunnel

Lastwagen, die gefährliche Güter wie Heizöl, Benzin oder Chemikalien transportieren, dürfen nicht durch jeden Tunnel fahren. Aufgrund einer Risikoanalyse hat der Bundesrat entschieden, dass die Beschränkung für den Gotthard-Strassentunnel, den San Bernardino in Graubünden, den Grossen St. Bernhard im Wallis, den Mappo Morettina im Tessin und die Galerie de Marcolet im Kanton Waadt weiterhin gelten. Dies nicht zuletzt deshalb, um eine Rückverlagerung von der Schiene auf die Strasse zu vermeiden. Auch nach dem allfälligen Bau einer zweiten Gotthardröhre werde die Beschränkung aufrechterhalten, heisst es in einer Mitteilung.

Neue Beschränkungen gelten auf Antrag der betroffenen Kantone für den Tunnel Vedeggio-Cassarate im Tessin und den Tunnel Kreisel Bahnhof in Frauenfeld.

Sieben Tunnels werden geöffnet

Andere Tunnels wurden jedoch für Gefahrenguttransporte freigegeben. Das gilt für den Costoni di Fieud auf der A2 im Tessin, den Kerenzerberg auf der A3 in Glarus, Die Tunnels Via Mala, Rofla und Bärenburg auf der A13 in Graubünden sowie den Rongellen II, ebenfalls im Bündnerland. Auch der Seelisbergtunnel auf der A2 zwischen Nidwalden und Uri soll geöffnet werden, aber erst nach Abschluss der laufenden Sanierungsarbeiten.

Freigabe dank Sanierungen

Nach Angaben des Bundesamts für Strassen (Astra) hat die Aufhebung der Beschränkungen sowohl bauliche als auch betriebliche Gründe. In den vergangenen Jahren seien verschiedene Tunnels aufwendig saniert und zum Beispiel mit moderner Lüftungstechnik ausgestattet worden. Die Reorganisation der Schadenwehren trage ebenfalls dazu bei, dass die Beförderung gefährlicher Güter durch die freigegebenen Tunnels sicherer sei als der Transport durch besiedeltes Gebiet oder über Bergstrecken. (pd)