Glarus: Eine Stilikone wird saniert

Glarus: Eine Stilikone wird saniert

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Teaserbild-Quelle: Bilder: David Aebi

Der Zahn der Zeit hat auch am Kunsthaus Glarus genagt. Nun soll das Museumsgebäude ein sanftes Facelifting erhalten. Die Landsgemeinde hat die Hälfte des benötigten Kredits bereits gesprochen, nun läuft die Spendensammlung für den Restbetrag.

Das Kunsthaus Glarus gilt mit seiner der Moderne verpflichteten, charakteristischen Architektur als eines der schönsten Ausstellungshäuser der Schweiz. Doch das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Eine Sanierung und technische Erneuerung des 1952 vom Glarner Architekten Hans Leuzinger erbauten Museums ist längst überfällig. In manchen Bereichen besteht sogar akuter Handlungsbedarf.

Die geschätzten Kosten der sanften, nach einem Denkmalpflegekonzept vorzunehmenden Gesamtsanierung liegen bei 3,2 Millionen Franken. Die Hälfte der Kosten übernimmt der Kanton Glarus. An der diesjährigen Landsgemeinde stimmte eine deutliche Mehrheit des Stimmvolks dem entsprechenden Kreditbegehren inklusive einer Kostenreserve von 20 Prozent zu. Der Kunstverein Glarus trägt die andere Hälfte der Sanierungskosten. Nach Abzug des Denkmalpflegebeitrags macht dieser rund eine Million Franken aus, die durch Privatspenden zusammenzubringen sind. Die entsprechende Sammlung läuft derzeit.

Ein Zentrum der Gegenwartskunst

Das Kunsthaus Glarus bietet eine Plattform für die Präsentation schweizerischer und internationaler zeitgenössischer Kunst sowie der Sammlungsbestände des Glarner Kunstvereins und des regionalen Kunstschaffens. Seit Mitte der 90er-Jahre hat sich das Kunsthaus Glarus mit pointierten Positionen in der schweizerischen Museumslandschaft sowie der internationalen Kunstszene einen Namen gemacht und ist trotz seiner peripheren Lage zu einem der Zentren schweizerischer Gegenwartskunst geworden. In einer ersten umfassenden Einzelausstellung sind derzeit Videoarbeiten der kalifornischen Multimedia-Künstlerin Shana Moulton im Kunsthaus Glarus zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. August zu sehen. (gd)

Weitere Informationen: www.kunsthausglarus.ch