Gewinn von Allreal zieht um 3,9 Prozent an

Gewinn von Allreal zieht um 3,9 Prozent an

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Das Zürcher Immobilienunternehmen Allreal hat in der ersten Jahreshälfte 2016 erneut mehr verdient. Unter dem Strich blieben inklusive Neubewertungseffekt 69,8 Millionen Franken, was einem Plus von 3,9 Prozent entspricht. Gesunken ist dagegen die Gesamtleistung.

Allreal-Chef Roger Herzog zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis zum ersten Halbjahr. Der bisher erwirtschaftete Gewinn je Aktie sichere quasi bereits die Dividende für 2016. "Wir sind hier sehr gut unterwegs und alle Signale – auch nun nach acht Monaten – deuten darauf hin, dass ein Gewinn von 110 Millionen Franken für das Gesamtjahr sehr realistisch ist", sagte er an der Bilanzmedienkonferenz.

Das Betriebsergebnis (EBIT) inklusive Erfolg aus Neubewertungen legte um 6,5 Prozent zu auf 110,4 Mio. Franken. Das positive Resultat sei einerseits geprägt vom guten Liegenschaftenergebnis des Geschäftsfelds Immobilien, andererseits von den Gewinnen aus dem Verkauf von Entwicklungsliegenschaften und dem Resultat im Drittgeschäft im Geschäftsfeld Generalunternehmung, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Weniger Erträge

Die Erträge aus Vermietung von Anlageliegenschaften und Liegenschaftsverwaltung sowie das abgewickelte Projektvolumen der Generalunternehmung verringerten sich hingegen um 11,8 Prozent auf noch 348,9 Millionen Franken. Insbesondere das abgewickelte Projektvolumen bei der Generalunternehmung fiel mit noch 260,2 Mio. Franken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,4 Prozent tiefer aus.

Weil Renditeliegenschaften verkauft wurden, gingen die Mieterträge um 2,3 Prozent auf 86,5 Mio. Franken zurück. Die Leerstandsquote verringerte sich um 1,4 Prozent auf 6,2 Prozent. Darüber freute sich Herzog ganz besonders. Hier stecke viel Arbeit drin. "Bei Wohnliegenschaften ist es etwas einfacher, hier haben wir teilweise auch den Mietzins gesenkt, um die Leerstände zu reduzieren", sagte er. Geschäftsimmobilien sei derweil ein schwieriger Markt. Hier sei teilweise eine ganze Reihe von Massnahmen nötig gewesen, um zum Erfolg zu gelangen. Da aber auch bereits 2017 auslaufende Mietverträge wieder grossteils in trockenen Tüchern seien, werde der Leerstand auch künftig weiter sinken.

Der Personalbestand schrumpfte um 26 Prozent auf 286 Vollzeitstellen. Für das zweite Halbjahr erwartet das Unternehmen einen stabilen Geschäftsverlauf und rechnet deshalb für das gesamte Geschäftsjahr weiterhin mit einem operativen Unternehmensergebnis, das in etwa jenem des Vorjahrs entsprechen dürfte. (sda)