Gewerkschaftsbund fordert Lohnkontrollen

Gewerkschaftsbund fordert Lohnkontrollen

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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: 25 Jahre sind seit dem Frauenstreik vergangenen und 20 Jahre seit dem Gleichstellungsgesetz. Jetzt fordert der Gewerkschaftsbund (SGB), dass dies für die Schweizer Frauen umgesetzt wird und verlangt Lohnkontrollen.

Trotz 20 Jahren Gleichstellungsgesetz würden sich die Löhne von Frauen und Männern im gleichen Job immer noch um 15 Prozent unterscheiden, hält der SGB in seiner Medienmitteilung fest. Rund die Hälfte dieser Differenz sei diskriminierend. - Von einer Lohndiskriminierung ist dann die Rede, wenn zwei Angestellte unterschiedlichen Geschlechts oder Herkunft in der gleichen Position unterschiedliche Löhne bezahlt werden, obwohl die Angestellten die gleiche Ausbildung absolviert haben, gleich lang im Beruf sind und etwa für ihre Firma gleich viel leisten.                                                    

Aus Sicht des SGB reichen die bisherigen Mittel nicht aus, um die Lohngleichheit zu erreichen. Der noch von Bundesrat Pascal Couchepin angestossene Lohngleichheitsdialog zwischen Bund und Wirtschaft musste 2015 von Bundesrätin Simonetta Sommaruga für gescheitert erklärt werden, da sich nur wenige Unternehmen daran beteiligt hatten. Auch der Klageweg ist für viele Betroffene schwierig. „Lohnklagen verlangen einen langen Atem und viel Konfliktfähigkeit“, schreibt der SGB. Zudem seien sie „ein Karriererisiko“.   Deshalb verlangt der SGB, dass das Gleichstellungsgesetz revidiert und Lohnkontrollen darin festgeschrieben werden. Der Vorschlag des Bundesrates geht ihm zu wenig weit: Der Bundesrat möchte, Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden dazu verpflichten alle vier Jahre ihre Löhne zu analysieren. (mai/sda)