Gestaltungsplanung "Marktplatz, Bohl, Blumenmarkt" abgeschlossen

Gestaltungsplanung "Marktplatz, Bohl, Blumenmarkt" abgeschlossen

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Die Stadt St. Gallen hat die Gestaltungsplanung der Innenstadt mit Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt abgeschlossen. Die Calatrava-Halle muss weichen und könnte im Quartierzentrum Winkeln aufgebaut werden. Der Marktpavillon wird grösser als ursprünglich vorgesehen.
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So soll der Marktplatz St. Gallen aussehen.
 
Darüber informierte Stadträtin Elisabeth Beéry als Vorsteherin der Direktion Bau und Planung. Das Siegerprojekt "Josy und Orazio" für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt war im Januar 2009 vorgestellt worden. Es sorgte für eine kontroverse Diskussion und wurde seither weiterentwickelt.
 
 
Nun sind die Planung abgeschlossen und die Grundlagen für die politischen Entscheide geschaffen worden. Der "Parkplatz-Konsens", der die Zahl der öffentlichen Parkplätze in der Innenstadt bei 4500 begrenzt und den Bau der Parkgarage Schibenertor unter dem Blumenmarkt erst möglich macht, steht damit in engem Zusammenhang.
 
 
Der Marktpavillon, der bei der heutigen Rondelle zu stehen kommt, wird grösser als ursprünglich geplant. Laut Beéry wird ein attraktiver Angebotsmix darin Platz finden. Diese Lösung basiert auf intensiven Gesprächen, die die Verantwortlichen der Stadt mit sämtlichen Markthändlern geführt hatten. Der Marktpavillon ist gleichzeitig auch Haltestelle für den öffentlichen Verkehr, der von Westen nach Osten fliesst. Auf der Nordseite des Marktplatzes, sind für Fahrgäste, die Richtung Bahnhof fahren wollen, drei kleine Wartehallen vorgesehen. Auf dem Bohl gibt es künftig keine Wartemöglichkeiten mehr für Passagiere.
 

Volksabstimmung im Jahr 2011

Die Calatrava-Halle muss definitiv weichen, wie Beéry sagte. Ein möglicher neuer Standort wäre das Quartierzentrum Winkeln. Auf der Nordseite des Bahnhofs könnte die Halle ein positives Zeichen setzen für die weitere Entwicklung. Allerdings, sagte die Stadträtin, sei eine Calatrava-Verlegung ein teures Unterfangen.
 
 
Die Bepflanzung der Innenstadt besprachen die Stadtplaner mit dem Vorstand des Naturschutzvereins (NSV). Auf dem Marktplatz, beim Vadian-Denkmal, sollen neue Bäume gepflanzt werden. Auf dem Bohl dagegen ist geplant, bewegliche Grün- Elemente aufzustellen. An der Poststrasse wird als Kompensation eine doppelte Allee angelegt.
 
 
Die Vorlage für die Neugestaltung von Marktplatz, Bohl und Blumenmarkt soll im Herbst dieses Jahrs ins Stadtparlament gelangen. Weil die Kosten für das Projekt die Grenze von 15 Millionen Franken übersteigen, hat das Volk das letzte Wort. Eine Volksabstimmung soll planmässig im Frühling 2011 stattfinden. (sda)
 
 
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