Gesamtverkehrskonzept für unteres Reusstal

Gesamtverkehrskonzept für unteres Reusstal

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Dorfkern von Altdorf; Paebi, www.wikimedia.org, CC

Die Baudirektion und die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Luzern haben ein Gesamtverkehrskonzept für das untere Reusstal erarbeitet. Es beinhaltet eine West-Ost-Verbindungsstrasse, flankierende Massnahmen, eine Begegnungszone und einen Ausbau des ÖV-Angebots.

Dorfkern von Altdorf; Paebi, www.wikimedia.org, CC

Ab 2021 sollen die besiedelten Gebiete zwischen dem Kreisel Flüelen sowie den Zentren von Altdorf und Schattdorf vom Durchgangsverkehr verschont bleiben. Möglich machen sollen das der Bau der Ost-West-Verbindungsstrasse und der neue A2-Halbanschluss Altdorf Süd im Gebiet Eyschachen. Wie es in einer Mitteilung der Urner Baudirektion heisst, entlastet die Verbindungsstrasse die Bevölkerung entlang der Gotthardstrasse in Altdorf und Schattdorf. Aber auch für Gemeinden wie Attinghausen, Bürglen, Spiringen, Unterschächen und Seedorf bringe die neue Erschliessung viele Vorteile. Denn der geplante Halbanschluss Altdorf Süd bietet einen direkten Zugang zur Autobahn.

Begegnungszone

Damit die West-Ost-Verbindung jedoch ihre volle Wirkung entfalten kann, braucht es flankierende Massnahmen. Sie sollen mithelfen, den Durchgangsverkehr über die neue Strasse zu lenken. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, schaffen sie mehr Raum für Gewerbe sowie mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Die flankierenden Massnahmen sollen gemeinsam mit den Standortgemeinden geplant und umgesetzt werden. Nach der Prüfung mehrerer Varianten hat man sich für folgende Lösung entschieden: Ab 2021 soll es im Altdorfer Dorfzentrum im Bereich Schmiedgasse bis Ankenwaage eine Begegnungszone geben. Sie wird mit vorgelagerten Bereichen ergänzt, auf denen Tempo 30 gilt.

ÖV-Ausbau

Auch das ÖV-Angebot soll ausgebaut werden. Die Entlastung der bestehenden Strassen vom motorisierten Individualverkehr lasse in Zukunft mehr Raum für schnellere, bessere und dichtere Busverbindungen, sagt Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. Gleichzeitig mit dem Kantonalbahnhof Altdorf mitten im Talboden soll ein neuer, hochwertiger und zentraler Umsteigeknoten entstehen. Beispielsweise werden ab 2021 im Kantonalbahnhof täglich 14 Intercity-Züge halten, die durch den Gotthard fahren. In Bürglen, Attinghausen und Seedorf sollen bereits im kommenden Dezember Busse im Halbstundentakt verkehren. (mt)