Geplante V-Bahn der Jungfraubahnen nimmt wichtige Hürde

Geplante V-Bahn der Jungfraubahnen nimmt wichtige Hürde

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Meilenstein für die geplante rund 400 Millionen Franken teure V-Bahn der Jungfraubahnen, die Grindelwald mit Eigergletscher und Männlichen verbinden soll: Die Bergschaft Wärgistal hat das Überfahrtsrecht für die Gondelbahn zur Station Eigergletscher erteilt.

Die dafür notwendige Zweidrittelsmehrheit sei im zweiten Anlauf erreicht worden, teilt die Bergschaft mit. Bei der ersten Abstimmung vor einem Jahr war die Zweidrittelsmehrheit der Stimmen und der vertretenen Kuhrechte nicht zustande gekommen. Der Entscheid der Bergschaft ist für das Projekt relativ zentral, weil die insgesamt sieben Kilometer lange Strecke des  Eigerexpresses auf zwei Dritteln über Boden der Bergschaft Wärgistal führt. Neben der Verbindung zum Eigergletscher  gehört der Ersatz der alten Bergbahn auf den Männlichen.  Letzterer ist unbestritten, nicht aber die Verbindung zum Gletscher.  Allerdings gibt es die V-Bahn nur im Gesamtpaket.

Das Projekt hat mit dem Ja der  Bergschaft zwar eine wichtige Hürde genommen. Aber noch ist nicht alles klar. Zurzeit sind noch 19 Einsprachen gegen die Überbauungsordnung von Grindelwald, die ebenfalls unabdingbar für das Bauvorhaben ist, hängig. Der Ball liegt in dieser Frage beim Kanton Bern. Letzte Woche haben allerdings die gegnerischen Umweltorganisationen signalisiert, dass sie zu Gesprächen bereit sind und eine Alternative zur bisher geplanten Linie vorgeschlagen. (mai/sda)