Genügend aber nicht genug gute Bauzonen

Genügend aber nicht genug gute Bauzonen

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Zwar verfügt der Kanton Obwalden im Hinblick auf die angestrebte Bevölkerungsentwicklung über genügend Bauzonen. Aber die vorhandenen Bauzonen würden nicht immer der erwünschten Qualität entsprechen. Dies geht aus einem Bericht über die Bauzonenkapazitäten in Obwalden hervor.
 
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Damit hochwertiges Bauland geschaffen werden können, sind Erweiterungen von Bauzonen möglich.
 
Die mangelnde Qualität bezieht sich laut Regierungsrat Paul Federer vor allem auf die Lage der vorhandenen Bauzonen. Zudem seien gewisse bereits eingezonte Baugrundstücke gar nicht erhältlich; meistens, weil sie von Privatpersonen als persönliche Reserven gehalten würden. Darum seien Bauzonenerweiterungen zur Schaffung von hochwertigem Bauland auch in Zukunft nicht ausgeschlossen. Sie müssten aber mit Massnahmen zur Stabilisierung des Gesamtumfangs der Bauzonen verbunden werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Obwaldner Regierung.
 
Der Bundesrat hatte den Kanton Obwalden im Zusammenhang mit der Genehmigung des Obwaldner Richtplans 2006 bis 2020 beauftragt, sich darum zu kümmern, dass allfällige Bauzonenerweiterungen mit Massnahmen zur Stabilisierung des bestehenden Gesamtumfangs der Bazuonen verknüpft werden. Des Weiteren verlangte der Bundesrat per Ende 2009 einen Bericht über den Stand der getroffenen Massnahmen und die nächsten Schritte. In der Folge liess die Obwaldner Regierung die Bauzonenkapazitäten in den Gemeinden untersuchen und verabschiedete einen entsprechenden Bericht zu Handen des Bundesamtes für Raumentwicklung. Darin informiert der Regierungsrat das Bundesamt unter anderem auch über die neu geschaffene Grundlage im kantonalen Baugesetz. Zusammen mit dem im Internet veröffentlichten Baulandkataster soll diese zu einer Verflüssigung von vorhandenem Bauland beitragen und den Bedarf an neu eingezontem Land mindern.
 
Die Obwaldner Bauzonen hatten im vergangenen Herbst bereits für nationale Schlagzeilen gesorgt: Mit Sonderwohnzonen wollten Regierung und Kantonsrat betuchte Steuerzahler in den Kanton locken. Allerdings war dieses Projekt keinen Erfolg: Im November sagte das Obwaldner Stimmvolk nein zu den Sonderzonen für Reiche - es lehnte einen entsprechenden Nachtrag zum Baugesetz ab. (sda/mai)