Generalversammlung beschliesst Einführung der Einheitsaktie

Generalversammlung beschliesst Einführung der Einheitsaktie

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Die ordentliche Generalversammlung der AFG Arbonia-Forster-Holding AG stimmte der Abschaffung der bisher unterschiedlichen Gewichtung von Namen- und Inhaberaktien und der Einführung der Einheitsnamenaktie mehrheitlich zu. Damit gibt Firmenpatron Edgar Oehler seine Alleinherrschaft auf.
Er bleibt aber mit einem Anteil von 18,4 Prozent des Kapitals Hauptaktionär der AFG. Nach alter Praxis kontrollierte Oehler mit seinen Anteilen 50,1 Prozent der Stimmrechte. Am Freitag stimmte die Generalversammlung jedoch der Abschaffung der bisher unterschiedlichen Gewichtung von Namen- und Inhaberaktien mit grossem Mehr zu.
 
 
Gleichzeitig genehmigten die Aktionäre gemäss Communiqué die Einführung einer Stimmrechtsbeschränkung von fünf Prozent. Davon ist Oehler aber ausgenommen.
 
 
Weiter stimmten die Aktionäre der Schaffung von bedingtem und genehmigtem Kapital zur Erhöhung der finanziellen Flexibilität des Unternehmens zu. AFG hatte 2009 einen Verlust von 22,5 Millionen Franken erlitten, hinzu kam eine Verschuldung von 239 Millionen Franken. Wegen ihren Finanzproblemen hat die AFG vor einem Jahr zudem bereits eine Kapitalerhöhung durchführen müssen, welche rund 113 Millionen Franken in die Kassen spülte.
 
 
Die AFG Arbonia-Forster-Holding AG mit Sitz in Arbon, Schweiz, ist ein führender integrierter Bauausrüstungs- und Technologiekonzern. Das an der SIX Swiss Exchange kotierte Unternehmen ist in die fünf Divisionen Heiztechnik und Sanitär, Küchen und Kühlen, Fenster und Türen, Stahltechnik sowie Oberflächentechnologie gegliedert. Die Produktionsstätten befinden sich in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, in den USA, in Tschechien, England und in der Slowakei. Weltweit ist die AFG mit rund 50 eigenen Produktions- und Vertriebsgesellschaften sowie mit Vertretungen und Partnern in über 70 Ländern aktiv. (pd/sda/wa)