Gemeinschaftlich wohnen auf dem Sulzer-Areal

Gemeinschaftlich wohnen auf dem Sulzer-Areal

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Teaserbild-Quelle: Visualisierungen zvg

Beim Werk 1 des Winterthurer Sulzer-Areals werden Stadthäuser sowie Räume für gemeinschaftliches Wohnen realisiert. Aus einem Wettbewerb ging der Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft Baumberger & Stegmeier Architekten und Kilga Popp Architekten als Sieger hervor.

Seit den 90er-Jahren entsteht auf dem ehemaligen Industrieareal der Firma Sulzer sowie der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik ein neues Stadtquartier. Das Gebiet umfasst 20 Hektaren und liegt im Zentrum von Winterthur. Ein Teil davon, Werk 1, gehört seit sechs Jahren Implenia. Die Totalunternehmung realisiert dort einen Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Bildungsstandort. Für die Baufelder 3 und 5b/c startete letzten Dezember ein Architektur-Konkurrenzverfahren. Gesucht war ein Entwurf für 270 Wohnungen (Baufeld 3) sowie Stadthäuser (Baufeld 5b/c). Erstere will Implenia zusammen mit den Winterthurern Genossenschaften Gesewo und Gaiwo sowie der Anlagestiftung Adimora entwickeln und realisieren. Vorgesehen sind zwei Genossenschaftssiedlungen, Stockwerkeigentum und Mietwohnungen.

Die Arbeitsgemeinschaft Baumberger & Stegmeier Architekten und Kilga Popp Architekten entschieden den Wettbewerb für sich, wie Implenia in einer Mitteilung schreibt. Das Siegerprojekt zeichne sich durch eine Architektur aus, die die historische Identität des Areals verinnerliche und dessen Einmaligkeit durch kontextuelles Weiterbauen stärke. Jurymitglied Mike Guyer von Gigon Guyer Architekten lobt: „Das Projekt ist sehr erfolgreich in seinem Willen, den Ort und seine industrielle Geschichte zum Hauptthema werden zu lassen und die Qualitäten der spezifischen städtebaulichen Entwicklung des Sulzer-Areals fortzuführen.“

Ein zentraler Fokus sämtlicher Baufelder liegt auf der Erfüllung der Nachhaltigkeitskriterien der 2000-Watt-Gesellschaft. Laut Mitteilung wird für das Baufeld 3 zusätzlich das Label Minergie-P umgesetzt. Man werde nun gemeinsam mit den Investoren dieses Baufelds die Projektierung in Angriff nehmen, sodass unter Vorbehalt der Baubewilligung 2018 mit dem Bau begonnen werden könne, heisst es weiter. Wenn alles nach Plan läuft, ziehen die ersten Bewohner im Jahr 2021 ein. (mt/pd)

Mehr Infos zum Gesamtprojekt auf dem Sulzer-Areal finden Sie hier