Geld für Projekt Zukunft bewilligt

Geld für Projekt Zukunft bewilligt

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Der Berner Stadtrat hat am Donnerstag einen Kredit von 775'000 Franken für das Projekt Zukunft Bahnhof Bern (ZBB) bewilligt. Die Stadt als kleiner Partner müsse ihr Augenmerk vor allem auf die ideale Anbindung des Bahnhofs an die Stadt legen.

Der Entscheid fiel mit 54 gegen eine Stimme deutlich. Die Modernisierung des zweitgrössten Bahnhofs der Schweiz umfasst einen neuen Tiefbahnhof für den Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS), die Erneuerung der Publikumsanlagen sowie Verbesserungen am Normalspurnetz der SBB. Bis Ende 2010 soll die Bestvariante auf dem Tisch liegen, dann beginnt die Vorprojektphase. Baubeginn ist frühestens 2016.

Bahnhof Bern muss Drehscheibe bleiben

Der Bahnhof Bern, der mittlerweile aus allen Nähten platzt, müsse eine wichtige Drehscheibe im regionalen, nationalen und internationalen Verkehrsnetz bleiben, war man sich im Rat einig. Ebenso einig war man sich jedoch auch, dass der Einfluss der Stadt Bern im gesamten Planungsprozess eher bescheiden sei.
 
Die wichtigste Aufgabe der Stadt sei es deshalb, auf eine ideale Anbindung des modernisierten Bahnhofs an die Stadt und den Stadtverkehr hinzuwirken. Zudem müsse die gewählte Lösung auch stadtverträglich sein. Mit 50 zu 7 Stimmen beschloss der Rat zudem, zur Bestvariante müsse eine unabhängige Zweitmeinung eingeholt werden, was Baudirektorin Regula Rytz zusicherte.
 
Mehrmals wurde auch betont, nach den milliardenschweren Ausbauten im Hauptbahnhof Zürich sei es nun an der Zeit, dass in Bern endlich etwas gehe. Für den Standort Bern sei die Modernisierung von entscheidender Bedeutung, betonte Baudirektorin Regula Rytz. Nach jahrzehntelangen Optimierungen sei die Kapazitätsgrenze des Bahnhofs erreicht. Die Anliegen der Stadt seien von den Planungspartnern, dem Kanton, dem RBS und der SBB, bisher sehr gut aufgenommen worden. Man stecke mitten im wichtigen Prüfungs- und Optimierungsprozess. (sda)