Gegen Kummer am Bau hilft Öreb

Gegen Kummer am Bau hilft Öreb

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Teaserbild-Quelle: Beispielbild: zvg
Auch wenn der Name es vermuten lässt, hat Öreb weder etwas mit dem östlichen Nachbarland der Schweiz noch mit Rebsaft zu tun. Es geht um öffentlichrechtliche Eigentumsbeschränkungen, also das, was Investoren gerne vermeiden würden.

Damit letztere nicht wie Pippi Langstrumpf sich die Welt so machen, wie es ihnen gefällt, errichtet die Schweiz derzeit ein parzellenscharfes, nationales Öreb-Kataster. Dass es beim Bauen schon immer behördliche Einschränkungen gab, die mal mehr, mal weniger sinnvoll erscheinen, ist nichts Neues. Es macht aber schon Sinn, dass man nicht erst im Planungsprozess bemerkt, dass der Baugrund kontaminiert ist oder eine Abstandlinie bei Gewässern und Wald durch das Traumgrundstück verläuft. Kurz: Öreb hilft gegen Kummer.

Erklärtes Ziel der Macher von Öreb ist es, systematisch alle massgeblichen behördlichen Einschränkungen mit einem Plan und der zugehörigen Rechtsvorschrift zu dokumentieren. Durch das Konzept der zentralen Veröffentlichung wird der nationale Kataster für Kommunen, Grundeigentümer, Bauherrschaften, Enwickler, Investoren, Banken, Planer etc. gleichermassen zu einer nützlichen und detaillierten Arbeitshilfe, die Zeit und Geld spart.

Zunächst werden die 20 wichtigsten Eigentumsbeschränkungen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene erfasst, etwa Nutzungsplanung, Baulinien für Strassen und Eisenbahnen, Altlasten, Grundwasserschutzzonen, Abstandslinien sowie Lärmempfindlichkeitsstufen.

Am Pilotprojekt nehmen aktuell acht Kantone teil, wovon Bern, Neuenburg, Nidwalden, der Thurgau und Zürich bereits mit ihren Öreb-Portalen online gegangen sind. Von 2016 bis 2019 sollen dann alle Gemeinden erfasst sein. Finanziert und entwickelt wird der Kataster gemeinsam von Bund und Kantonen. Im Kanton Zürich nehmen nach Angaben des Amts für Raumentwicklung bisher 15 Gemeinden teil, darunter die Stadt Zürich, mehrere Kommunen am linken Seeufer und im Glatttal sowie Rümlang und Regensdorf. (tw)

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