Gefahr einer Immobilienblase gesunken

Gefahr einer Immobilienblase gesunken

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Die Gefahr einer Schweizer Immobilienblase hat sich verringert. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index ist im zweiten Quartal erstmals seit vier Jahren gesunken, mit 0,82 Indexpunkten ist er 0,13 Punkte tiefer als im ersten Quartal. Dies deute nicht auf eine Trendwende aber auf eine leichte Marktberuhigung hin, teilt die UBS mit.
 
Doch nicht alle Regionen entwickelten sich gleich: In Gebieten mit einem angespannten Immobilienmarkt legten die Preise auch weiterhin massiv zu. An der Spitze steht seit drei Jahren Zürich, mit Zuwachsraten von durchschnittlich fast 9 Prozent. Ebenfalls zu den „heissen“ Regionen gehören Genf und Lausanne sowie das Oberengadin und das Gebiet um Davos. Als Folge des Indexrückgangs verringerte sich die die Anzahl Gefahrenregionen aber: Basel Stadt, das untere Baselbiet und das Gebiet um Gstaad zählt die UBS zwar nicht mehr, will diese Regionen aber weiterhin beobachten.
 
Die Experten der UBS erklären die leichte Abkühlung des Marktes mit dem Rückgang der Angebotspreise gegenüber dem Vorquartal – minus 1,6 Prozent bei Eigentumswohnungen sowie minus 0,5 Prozent bei Einfamilienhäusern – in Verbindung mit steigenden Einkommen und stagnierenden. Eine weitere Ursache sehen sie im Umstand, dass sich die Nachfrage nach Immobilien als Investitionsobjekte auf hohem Niveau stabilisiert hat.
 
Angesichts der historisch günstigen Finanzierungsbedingungen, des starken Bevölkerungswachstums und der robusten Binnenkonjunktur erwartet die UBS aber keine Trendwende auf dem Immobilienmarkt. Möglicherweise würden jdoch die per 1. Juli in Kraft getretenen Mindestanforderungen bei der Hypothekarfinanzierung die Nachfrage nach Wohneigentum dämpfen und in den kommenden Quartalen für etwas geringere Preiswachstumsraten sorgen. (mai/mgt)