Gefährlicher Leben in Tokio

Gefährlicher Leben in Tokio

Gefäss: 
Wer in Tokio-Yokohama zuhause ist, lebt gefährlich. Denn diese Region wird am weltweit stärksten von Überschwemmungen, Stürmen, Erdbeben und Tsunamis bedroht. Dies ergab eine Studie der Swiss Re.
 
380 Millionen Menschen seien potenziell von Überschwemmungen gefährdet, sagt Matthias Weber, Group Chief Underwriting Officer der Swiss Re. Und für 280 Millionen Stadtbewohner bestehe das Risiko von schweren Erdbeben betroffen zu sein. In der Studie berücksichtigt wurden 616 Ballungsräume auf der ganzen Welt – in diesen Gebieten leben insgesamt 1,7 Milliarden Menschen.
 
Wie die Studie zeigt, werden die Küstenstädte Asiens besonders durch Naturkatastrophenrisiken gefährdet: Die Gefahr verheerender Überschwemmungen, Stürme, Sturmfluten, Erdbeben oder Tsunamis ist dort besonders hoch. Laut der Studie würde ein schweres Erdbeben im Raum Tokio-Yokohama 29 Millionen Menschen treffen. Für die Experten der Swiss Re ist es das am weltweit am stärksten gefährdete Gebiet. Auf Platz Zwei rangiert Manila und an dritter Stelle das Pearl-River-Delta in China.
 
Der Schaden, den Naturkatastrophen anrichten, kann auch wirtschaftlich immens sein. Können Menschen aufgrund des Zusammenbruchs der Grundinfrastruktur durch eine Naturkatastrophe nicht mehr zur Arbeit, leidet die lokale und nationale Wirtschaft. Wie dies aussehen könnte , zeigt die Studie ebenfalls. Den den Swiss-Re-Experten zufolge weisen Ballungszentren wie Tokio aber auch Los Angeles, das als einzige nicht-asiatische Stadt in den Top Ten der laut Swiss Re am meist gefährdeten Städte rangiert, oder die Region von Amsterdam-Rotterdam ein hohes Risikopotenzial hinsichtlich Produktionsausfälle auf. Laut der Studie bedeutet dies: In Los Angeles träfe ein verheerendes Erdbeben etwa gleich viele Menschen wiein  Jakarta, der Wert der verlorenen Arbeitszeit wäre in der kalifornischen Metropole aber um das 25fache höher.
 
Die mit Abstand grösste Bedrohung sind laut Studie Flussüberschwemmungen: In Bezug auf die Anzahl der durch die Überschwemmungen gefährdeten Menschen sind zwar indische und chinesische Städte besonders exponiert, rechnet man aber das wirtschaftliche Schadenspotenzial solcher Katastrophen mit ein, rangieren europäische Städte wie Paris, Mailand, London und Amsterdam-Rotterdam ganz oben im Ranking der Swiss Re. (mai/mgt)